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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

— 73 — 
wahrnahm, haben wir schon gesehen. Der Geheime Kriegsrat 
Buderus von Carlshausen, der, wie wir sahen, die Verbergung des 
Vermögens, der Wertsachen und Archivalien geleitet hatte, und 
zunächst seinem Herrn nach Gottorf gefolgt war, verzichtete dauernd 
auf französische und westfälische Dienste und stellte sich seinem 
rechtmäßigen Landesherrn zur Verfügung. Er befand sich während 
der Exilzeit meist in Hanau oder auf seinem Gut Carlshausen bei 
Altenhaßlau in der Nähe von Gelnhausen. Der Bankier J. D. Lawätz 
in Altona, seit Februar 1807 auf seinem nahegelegenen Landsitz 
Neumühlen, stand mit dem hessischen Fürstenhaus seit langem in 
geschäftlicher und freundschaftlicher Verbindung. Er war zu dem 
Zeitpunkt, wo der Kurfürst nach Schleswig floh, gerade im Begriff 
sein Geschäft zu liquidieren, ließ sich aber durch wiederholte Bitten 
bewegen, seine trefflichen Fähigkeiten weiterhin in den Dienst 
des Kurfürsten zu stellen. Als Philanthrop und Gefühlsmensch ver 
mochte er über die Schwächen des Fürsten völlig hinwegzusehen. 
Auch mit Buderus von Carlshausen verband ihn eine echte^Freund- 
schaft. Seine Briefe an diesen schrieb er alle eigenhändig, und 
soweit dieselben nicht rein geschäftliche Dinge betreffen, ist ihre 
Lektüre ein angenehmer Genuß wegen ihres menschlich anmuten 
den Inhalts. Mit diesen Männern richtete der Kurfürst seine Ver 
mögensverwaltung ein. An seinem Domizil, sowohl in Schleswig- 
Holstein wie zu Prag, wurde eine sog. Reservekasse gebildet, in 
die alle dort eingehenden Gelder flössen. Rechnungsführer und Ver 
walter von dieser Kasse war der Kriegskommissarius Knatz, sein 
Vorgesetzter der Kriegsrat von Schmincke. Eigentlicher Chef der 
Vermögensverwaltung und Hauptrechnungsführer war jedoch der 
Geheime Kriegsrat Buderus. Er hatte die drei anderen Rechnungs 
führer Knatz, Lawätz und Lennep zu revidieren, während er seiner 
seits direkt dem Kurfürsten verantwortlich war. Knatz verkehrte 
mit ihm zuweilen auch brieflich durch Boten und schrieb alsdann 
meist unter der Adresse eines Barons von Waldschmidt. Er selbst 
bediente sich dabei des Pseudonyms Joh. Weber und vermied es, 
seinen Aufenthaltsort anzugeben. Für „Rothschild“ wird „Arnold!" 
eingesetzt, für „Stockskapital“ „Stockfisch“. Der Kurfürst figuriert 
in diesen Briefen als Herr von Goldstein oder auch als Prinzipal 
Joh. Webers, in Lawätz’ Briefen als Johannes Adler. Buderus’ 
Briefe an den Kurfürsten gingen, so lange dieser sich in Schleswig- 
Holstein aufhielt, regelmäßig unter Lawätz’ Adresse, Lawätz’ und
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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