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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

77 
Kuponvorrat der 7 Kisten später in nur 3 Kisten untergebracht 
wurde 110 . 
Als der Kurfürst sich von der Angst der ersten Tage erholt 
hatte, richtete er sich in Schleswig-Holstein für längeren Aufenthalt 
ein. Vom 1. Februar 1807 ab wohnte er in Rendsburg. Ende April 
desselben Jahres zog er nach Itzehoe. Der Bankier Lawätz mußte 
ihm dort heimlich für 16 000 Rtlr. das ehemals von Schildensche 
Haus kaufen und galt nach außen als dessen Besitzer und Ver 
mieter 111 . in Itzehoe blieb der Kurfürst wohnen bis zu seiner 
Übersiedelung nach Böhmen. Doch reiste er viel umher, pendelte 
zwischen Schleswig und Rendsburg, Itzehoe und Gottorf, und 
besuchte öfters Altona, Luisenlund und Glückstadt 112 . Der politische 
Umschwung, der im Laufe des nächsten Jahres sich vollzog, ver 
anlaßte ihn jedoch, eine andere Zuflucht zu suchen. 
Als der Kurfürst nach Schleswig floh, war Dänemark noch 
neutral. Im Laufe des Jahres 1807 aber traten Ereignisse ein, die 
diesen Staat ganz auf französische Seite drängten. Am 7. Juli war 
zwischen Napoleon und Alexander von Rußland Lriede geschlossen 
worden. Ihrem Bund, so hatten sie in Aussicht genommen, sollten 
auch Dänemark und Schweden beitreten. Das heißt: diese beiden 
Staaten sollten den Engländern ihre Häfen sperren. Ob man das 
in England wußte oder nicht, ist gleichgültig. Unter allen Umständen 
lag die Gefahr nahe, daß Dänemark genötigt wurde, dem Kaiser 
Napoleon seine Flotte gegen England zur Verfügung zu stellen, 
ln dieser Situation beging letzteres einen Akt putativer und präven 
tiver Notwehr, der vielfach schwer verurteilt worden ist. Es schickte 
ein Heer und eine Flotte nach dem Sund und bot Dänemark ein 
Bündnis an unter der Bedingung, daß es seine Flotte als Pfand 
ausliefere. Diese Forderung wurde abgelehnt, Kopenhagen wurde 
eingeschlossen und durch Beschießung zur Übergabe gezwungen 
(7. September). Die Flotte wurde weggenommen. Die Folge war, 
daß Dänemark am 31. Oktober ein Bündnis mit Frankreich schloß 
und England den Krieg erklärte. Ende Februar und im März 1808 
rückte dann ein französisches Hilfskorps in den dänischen Herzog 
tümern ein und nahm an den verschiedensten Plätzen Quartier. 
Es muß sich lange dort aufgehalten haben, denn noch unterm 
28. April erschien im Druck eine Verfügung der Königlich Schleswig- 
Holsteinischen Kanzlei in Kopenhagen betreffend das Verhalten der 
Beamten in Ansehung der in hiesigen Landen einquartierten fremden
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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