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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

möge dem Kaiser gegenüber nicht zu stark sein Recht betonen, 
sondern demütig bitten. Dalberg hatte sich auf Rothschilds Für 
bitte bereits für den Kurfürsten verwendet und das Versprechen 
gegeben, auch bei der Kaiserin, deren Ankunft in Frankfurt damals 
kurz bevorstand, alles Mögliche zu dessen Nutzen anzuwenden. 
Auch die von Lagrange geforderte Kontribution von 6 Millionen Livres 
glaubte Meyer Amschel durch seinen Einfluß ermäßigen zu können, 
da er vom Fürsten Primas an alle Marschälle und Minister gut 
empfohlen sei 119 . Diese Bemühungen blieben ohne Erfolg. Meyer 
Amschel aber ging unentwegt weiter. Um in der Nähe des Kur 
fürsten zu sein, richtete er sich im Sommer 1807 in Hamburg ein 
Wechselkontor, d. h. eine Art Filiale ein und besuchte von dort 
aus den Fürsten häufig in Itzehoe. Auch benutzte er die Gelegen 
heit, um in Hamburg eine große Masse baumwollene Waren anzu 
kaufen 12 °. Sein Aufenthalt in der norddeutschen Handelsstadt 
dehnte sich bis in das Jahr 1808 aus, und so erklärt es sich, daß 
er bei der Abreise des Kurfürsten nach Karlsbad Effekten des 
selben zur Aufbewahrung in Hamburg erhielt. Das war am 15. Juli. 
Damals erkrankte Rothschild heftig, und dies mag der Grund ge 
wesen sein, weshalb die Ablieferung der Effekten sich ein halbes 
Jahr hinauszog m . 
Auch mehrere Kisten mit Medaillen waren dem alten Rothschild 
anvertraut, und wurden von ihm bis zum Herbst des Jahres 1808 
aufbewahrt. Im November dieses Jahres reiste er auf Befehl des 
Kurfürsten nach Hamburg, um die Kisten zu holen und an Buderus 
abzuliefern. Zweifellos enthielten diese Kisten das von den Fran 
zosen zurückgekaufte Medaillenkabinett (s. o. S. 11 f.). Buderus hatte 
damals die Absicht, die Kisten entweder in Frankfurt oder bei dem 
Obereinnehmer Herpell in St. Goarshausen unterzubringen. Jeden 
falls gingen sie nicht in das Refugium des Kurfürsten 122 . Ein Rest 
von Archivalien, z. B. zur Kriegskasse, eine Reihe hessischer Nominal 
obligationen und eine Kiste mit Silber befanden sich aber auch jetzt 
noch in Gottorf, und erst im März 1810 wurde Buderus, der dorthin 
reisen wollte, beauftragt, die sichere Verbringung dieser Effekten 
nach Prag zu veranlassen. Natürlich sollte Rothschild sich dieser 
Aufgabe unterziehen, er war ja in solchen Dingen die letzte Zuflucht. 
Die Sache kam ihm aber sehr ungelegen, der Kurfürst mußte warten, 
zuletzt riß ihm die Geduld und im August 1811 entschloß er sich, 
die Sachen unmittelbar einzuholen m .
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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