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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

Marnier die nötige Kündigung. Diese erwiderten jedoch, daß die 
sechsmonatige Kündigungsfrist bereits überschritten sei: „Wenn 
demnach ein außergewöhnlicher Capital Abtrag verlangt werden 
wolte, so Konten wir ohne allerhöchste Autorisation des Königlichen 
Finanz-Collegii in Coppenhagen nicht einmahl die Aufkündigung 
annehmen, viel weniger eine frühere als in der Obligation stipulirte 
Rückzahlung hoffen laßen. Es scheint uns aber bedencklich, und 
aus treuester Anhänglichkeit an S e „ kurfürstliche Durchlaucht unter 
laßen wir vorerst nach Coppenhagen zu berichten; denn da wir 
doch zu Erhaltung unserer Ehre /- welche christliche und jüdische 
Handels Neider seit lange her zweifelhaft machen mögten -/ das 
Motif, nemlich die Anlage in Dänischen auf Rotschilds Nahmen 
lautenden Obligationen mit anführen müßten, so könte das König 
liche Finanz Collegium daraus den Schluß ziehen, daß nicht der 
eigene Dänische Staats Credit, sondern blos der jüdische Nahme 
Rotschild denen Dänischen Staats Papieren in Heßen annoch Eingang 
gewähre; und dies ist gewiß so sehr gegen Sr Kurfürstlichen Durch 
laucht Höchste Absicht, daß wir es uns zum Verdienst rechnen, 
Ew. Hochfreyherrlichen Excellenz Hochwohl- und Wohlgebohrnen 
hierauf aufmerksam zu machen und unterthänig anheim geben, zu 
Conciliirung des höchsten Kurfürstlichen Intereße mit der Ehre der 
Königlichen Staats Effecten, entweder, nach dem darin enthaltenen 
Vorbehalt, die Aufkündigung bis zum 30. März nächstkünftig aus 
zusetzen, oder aber zu bestimmen, auf wieviel Jahre wir die Differenz 
des */* Zinß pro Cent auf die Königs. Dänischen 100 Obligationen 
unserer älteren Negotiation zum voraus vergüten sollen, wodurch 
der Zinsfuß mit jenen neueren gleichgestellt seyn würde.“ 134 Dieses 
Ansinnen wurde in Kassel abgelehnt. Man beschloß, die Kündigung 
bis zum 30. März 1807 auszusetzen, dann aber den von Rothschild 
beantragten Umtausch vorzunehmen. 
Der Kampf der beiden Firmen übertrug sich auch auf kur 
fürstliche Beamte. Auf Seiten der Rüppell & blamier stand der 
Geheime Kriegsrat Lennep, auf Seiten Rothschilds Buderus. Das 
Verhältnis der beiden Beamten muß ursprünglich ebenfalls ein 
freundschaftliches gewesen sein 135 . Erst in der Exilzeit ver 
schlechterte es sich. Lennep hatte sich, wie oben erzählt, bei der 
Rettung des kurfürstlichen Vermögens beteiligt. Mit einem gewissen 
Recht nahm er das Verdienst in Anspruch, seinem Fürsten viele 
Millionen, speziell den ganzen Kuponvorrat vom Jahr 1806 und 1807
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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