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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

88 
Das geschah jedoch nicht, und Buderus erblickte darin ein Zeichen 
des Mißtrauens in seine Geschäftsführung. In diesem Sinne schrieb 
er dem Kurfürsten, als ihm der Sachverhalt aufgegangen war. 
Er fürchtete Intriguen von seiten der Rüppell & blamier: „Sind 
Insinuationen verruchter Menschen, deren Gewinnsucht meine 
Anhänglichkeit an Ew. Kurfürstl. Durchlaucht nicht sättigen konnte 
und durfte, geschehen, so muß ich es innigst bedauern, daß 31jährige 
mit Entsagung auf jeden Lebensgenuß geleistete Dienste, welche 
Ew. Kurfürstl. Durchlaucht durch geheim und öffentlich angestellte 
Controleurs, durch im Stillen vom geheimen Staatsminister von Meyer 
angestellte Nachforschungen und auf tausenderlei Weise haben 
prüfen lassen, nicht den Eingang untunlich gemacht haben.“ 137 
Auf dieses Schreiben sandte der Kurfürst eine Abschrift des für 
Lennep ausgefertigten Reskriptes und versicherte Buderus seines 
ungeschwächten Vertrauens: „Insinuationen gegen denselben finden 
nicht Statt und können auch bei Meiner Denkungsart und der 
Gesinnung derer, die Mich umgeben, nicht Statt finden.“ 138 Indes 
blieb das Verhältnis zu Lennep von jetzt ab gestört, und dieser 
war unklug genug, es stetig zu verschlechtern. Er und die Roth 
schild kamen geschäftlich nicht miteinander aus, besonders dann 
nicht, wenn die Rothschild auf sein Geheiß Zahlungen an den 
Fürsten von Wittgenstein leisten sollten und damit zögerten. Lennep 
nahm infolgedessen fortgesetzt eine drohende Haltung gegen die 
Rothschild an. Er übersah, daß sie durch ihr entschlossenes und 
rückhaltloses Eintreten für den Kurfürsten den Rüppell & Harnier 
zuvorkommen mußten. Auch hinderte er nicht oder merkte er 
nicht, daß seine Schützlinge die gänzlich verfehlte Taktik ein 
schlugen, sich in der Zeit der Not und Gefahr dem Kurfürsten 
gegenüber höchst zweideutig aufzuführen. Sie wurden infolgedessen 
sehr bald fallen gelassen, nur vermied man es, sie irgendwie zu 
reizen. Auch Lennep selbst, der zwar vom besten Willen beseelt 
war, aber nicht entfernt die Fähigkeit für Geldgeschäfte wie Buderus 
besaß, erhielt außer dem Geschäft mit den Lombardobligationen 
und der Verwahrung seiner sonstigen Depots keine weiteren Auf 
träge vom Kurfürsten. Nach und nach wurden ihm auch die Depots 
wieder abgenommen. Die Kupons holte, wie gesagt, im November 1807 
der Kriegsrat Schmincke. Alle noch in seinem Besitz befindlichen 
Staatspapiere verlangte der Kurfürst im Frühjahr 1811 zu wieder 
holten Malen zurück. Im Juli wurde diesem Auftrag im wesentlichen
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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