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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

433 
11. Kap. Trügerische Lösungen wirtschaftlicher Schwierigkeiten. 
thums und die Abschaffung der gesetzlich geschützten Ehe an, und seine An 
hänger hegen die Hoffnung, daß die Menschen einst in freien Gruppen zu 
sammen leben und zusammen arbeiten und so ein Ideal genossenschaftlicher Gleich 
heit, wahrer Freiheit und echter Brüderlichkeit verwirklichen werden! 
Socialistisch sind übrigens nicht nur alle die Maßregeln, welche unmittel 
bar auf die Einführung des Socialismus ausgehen, sondern auch diejenigen, 
welche die Privatinitiative so weit einschränken, daß sie wesentliche Functionen 
des Privateigenthums unterbinden oder gänzlich unmöglich machen. Wie leicht 
kann es geschehen, daß man auf diesem Wege zur vollen Anwendung des 
socialistischen Systems gelangt! 
Wir brauchen hier den Socialismus nicht zu widerlegen. Das ist schon 
km 6. Kapitel dieses Buches, welches die Berechtigung des Reichthums nach 
weist, zur Genüge geschehen. Wir haben dort mit Berufung auf das Natur 
gesetz und auf die Lehren der geoffenbarten Religion den Nachweis erbracht, 
daß die Ungleichheit der Vermögensverhältniffe eine Vorbedingung der Civili 
sation ist und zu materiellem und moralischem Wohlbefinden führt. An dieser 
stelle wollen wir nur noch auf eine Thatsache Hinweisen. Der Socialismus 
'st seiner Wesenheit nach antireligiös. Mögen gewisse Socialisten gegen den offen 
ausgesprochenen Atheismus vieler zu ihrer Partei gehörigen Schriftsteller Ver 
wahrung einlegen, soviel sie wollen; mögen sie immer wieder behaupten, es sei 
die Aeußerung solcher Ideen ein entschuldbarer Protest gegen die heuchlerische 
Frömmigkeit gewisser Leute, welche sich die Reichthümer und Annehmlichkeiten des 
^rdenlebens trefflich zu nutze zu machen wisse, während sie die zu den niedern 
blassen gehörigen Leute mit einem Hinweis auf die himmlischen Freuden abspeise; 
wögen sie endlich auch laut verkünden, daß sie die Heiligkeit und die Unversehrt 
st des Familienlebens mit Nichten antasten, sondern die Freiheit in religiösen 
"ad sittlichen Dingen vollständig zu wahren gewillt seien — das alles ändert 
nichts an der Thatsache, daß ihre gesamte Lehre auf einer Verherrlichung des 
Materiellen Wohlbefindens und der irdischen Glückseligkeit als der einzig noth 
wendigen Güter beruht, und daß gemäß dieser Lehre in der richtigen Ver 
keilung dieser Güter die einzige große Voraussetzung für das Ende von 
"aster und Elend zu suchen ist. 
Wer sich zu dieser Lehre bekennt, läugnet die christlichen Lehren von der 
Erbsünde, von der natürlichen Ungleichheit der verschiedenen Menschen, vom 
^ligiösen Charakter der Ehe und der Familie. 
Gelangte das socialistische Ideal der Concentrirung der gesamten Güter- 
kwoduction in den Händen des Staates wirklich zur Ausführung, so würde 
wan unvermeidlich zur Verfolgung des Christenthums schreiten und eine un 
trügliche politische Tyrannei walten lassen, die nur durch Betrügereien und 
kstechungen erträglicher gemacht werden würde. Auch für das christliche 
DevaS.Kämpfk, BolkSwirtschastslehre. 28
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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