Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

574 
5. Buch. Der Staatskredit. 
liehe Dornenkrone des Erlösers verpfänden. Noch im Anfang des 
19. Jahrhunderts kann Schweden nur unter der Bedingung eine 
Schuld kontrahieren, daß es die Stadt Wisnar verpfändete. Auch 
im Weltkriege treten diese primitiven Formen wieder auf. England 
gibt seinen Verbündeten nur unter der Bedingung Kredite, daß 
dieselben Gold deponieren. In Ungarn kam es häufig vor, daß 
Städte oder Staatseinnahmequellen, ja selbst die Krone des heiligen 
Stefan verpfändet wurde. Der Kirchenstaat war zu Zeiten so ver 
schuldet, daß die Zinsen 3 / 4 der gesamten Einnahmen in Anspruch 
nahmen (Banke, Päpste III. Bd., 8. 10). Die Schulden wurden oft 
abgeleugnet, ja oft wurden die Gläubiger verfolgt und sogar ihres 
Lehens beraubt Der ungarische Gesetzartikel 22 vom Jahre 1608 
setzt fest, daß diejenigen, die auf königliche Güter aus Gewinn 
sucht Geld leihen, ihres Geldes verlustig werden sollen. Nach 
Paine trat von Heinrich IV. bis Lomenie, dem Minister Ludwig XVI. 
sechsundfünfzigmal Repudiation der Staatsschulden ein 1 ). 
Die langsame Entfaltung des eigentlichen Staatskredites be 
weist nichts besser, als dessen primitiver Zustand bis in das 19. Jahr- 
hundert. Einige interessante Beispiele für den unvollkommenen 
abenteuerlichen Zustand des Staatsschuldenwesens finden wir in der 
Finanzgeschichte des österreichischen Staates. Unter den verschie 
densten Titeln kamen Staatsschulden vor: Tempelsilberschulden, 
Naturalheferungsschulden; zu einer Zeit gab es 101 verschiedene 
Schulden mit 16 verschiedenen Zinsfüßen. Unter den Darleihern 
werden unter Ferdinand erwähnt: Horvath* * (Augsburg), Perenyi, 
Seredy; in einem eigenhändigen Schreiben fordert der Kaiser (1622) 
die Großen des Reiches auf, an einem freiwilligen „Cavalieranlehen“ 
teilzunehmen. Viele gaben abschlägige Antwort; Montecuculli ant 
wortet nicht einmal, da er eben ausfährt. Herzog Portia öffnet 
nicht einmal das kaiserliche Schreiben, da er ohnedies weiß, was 
es enthält 2 ). 
Im 18. Jahrhundert war der Staat oft genötigt sich an einzelne 
Reiche zu wenden. Im Jahre 1701 gibt jemand dem österreichi 
schen Staate ein Darlehen von 50 000 Gulden unter der Bedingung, 
daß im Falle der Vakanz das Oberzollamt mit ihm besetzt werde. In 
Holland werden Anlehen aufgenommen gegen Verpfändung der 
') Einen interessanten Fall teilt Bogers (Economic interpretation of history 
8. 434) mit, daß in unseren Tagen ein Nachkomme einer fiorentinischen Familie 
vom englischen Staate die Anerkennung einer Schuld verlangte, die Eduard III. 
von einem seiner Vorfahren aufnahm und nicht beglich. 
*) Thorsch: Materialien zu einer Geschichte der österreichischen Staats 
schulden vor dem 18. Jahrhundert; Müntz, Zur Geschichte der Finanzen Öster 
reichs (Finanzarchiv IV. Bd.).
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.