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Der deutsche Zollverein

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Bibliographic data

fullscreen: Der deutsche Zollverein

Monograph

Identifikator:
101832478X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-67910
Document type:
Monograph
Author:
Sturmhoefel, Konrad http://d-nb.info/gnd/143384627
Title:
Der deutsche Zollverein
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (85 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die preußische Zollgesetzgebung und die ersten Anschlüsse daran
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der deutsche Zollverein
  • Title page
  • I. Erste Versuche zu einer Zollgemeinschaft. Die Darmstädter Verhandlungen 1820 - 1823
  • II. Der bayrisch-württemberische Zollverein
  • III. Die preußische Zollgesetzgebung und die ersten Anschlüsse daran
  • IV. Der Anschluß Hessens. Der mitteldeutsche Verein. Anschluß des württembergisch-bayrischen Zollvereins. Der große Zollverein
  • V. Die nächsten Anschlüsse. Erste Erneuerung des Zollvereins. Anschluß Braunschweigs und Luxemburgs. Auswärtige Verträge
  • VI. Die Krisen des Zollvereins. Seine Neugestaltung 1867. Übergang in das Deutsche Reich
  • Contents

Full text

napoleonischen Zeit zu tragen hatte, sodann den heimischen Räarkt 
vor der Ausbeulung durch die ausländische Konkurrenz ebenso 
sicher zu stellen, wie die einheimische Industrie und endlich durch 
eine gemeinsame Handels- und Verkehrsfreiheit bei gleichen Steuer 
lasten den vom äußersten Osten bis zum äußersten Westen aus 
einanderliegenden Provinzen das Gefühl der Zusammengehörigkeit 
zu geben. Nach zwei den Geldverkehr und den Salzverkauf re 
gelnden Edikten hob eine Königliche Verordnung vom 11. Juni 1816 
alle Wasser-, Binnen- und Provinzialzölle auf und verhieß gleich 
zeitig die Ginführung „eines allgemeinen und einfachen Grenzzoll 
systems." Schon im März 1817 legte der Finanz,ninifter von Bülow 
dem Staatsrate dieses neue Zollgesetz vor, das der Staatsrat durch 
Wilhelm von pumboldt prüfen ließ und auf dessen zustimmendes 
Gutachten hin dem damals in Earlsbad weilenden Könige zu 
sandte. Dieser genehmigte den Entwurf am 1. August 1817, in 
der bezüglichen Kabinetsordre zugleich „das Prinzip der freien Ein 
fuhr für alle Zukunft" billigend. Rühmend muß dabei das Ver 
ständnis des Königs für solche Fragen hervorgehoben werden, die 
ihn schon seit seinem Regierungsanfange beschäftigt hatten, war 
auch sein Horizont in den meisten großen Fragen, die damals die 
Welt und vor allem die deutsche Jugend in Atem hielten, eng 
begrenzt, so leitete ihn in dieser wichtigen, wirtschaftlichen Ent 
scheidung doch sein gesunder praktischer Menschenverstand, und die 
stille Stätigkeit seines Lharakters, die dann auf seinen großen Sohn 
überging, ließ ihn festhalten an dem, was er einmal als richtig 
erkannt hatte, auch dann, als die kritischen Zeiten kamen und sich 
am preußischen Pose selbst einflußreiche Stimmen wider das neue 
Zollgesetz und seine Urheber richteten. Der König inachte damit 
wenigstens zum Teil wieder gut, was er an der nationalen Be 
wegung gesündigt hatte. 
Der Verfasser des obenerwähnten Zollgesetzes war Karl 
Georg Maassen, der, am 23. August 1769 zu Kleve am 
Niederrhein geboren, erst als Beamter in seiner Heimat und im 
Bergischen Staatsdienste gestanden und auf diese weise sich mit 
28
	        

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Der Deutsche Zollverein. Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon), 1906.
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