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Der deutsche Zollverein

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Bibliographic data

fullscreen: Der deutsche Zollverein

Monograph

Identifikator:
101832478X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-67910
Document type:
Monograph
Author:
Sturmhoefel, Konrad http://d-nb.info/gnd/143384627
Title:
Der deutsche Zollverein
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (85 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die preußische Zollgesetzgebung und die ersten Anschlüsse daran
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der deutsche Zollverein
  • Title page
  • I. Erste Versuche zu einer Zollgemeinschaft. Die Darmstädter Verhandlungen 1820 - 1823
  • II. Der bayrisch-württemberische Zollverein
  • III. Die preußische Zollgesetzgebung und die ersten Anschlüsse daran
  • IV. Der Anschluß Hessens. Der mitteldeutsche Verein. Anschluß des württembergisch-bayrischen Zollvereins. Der große Zollverein
  • V. Die nächsten Anschlüsse. Erste Erneuerung des Zollvereins. Anschluß Braunschweigs und Luxemburgs. Auswärtige Verträge
  • VI. Die Krisen des Zollvereins. Seine Neugestaltung 1867. Übergang in das Deutsche Reich
  • Contents

Full text

30 
Zollbetrag nicht nach dem Werte, sondern nach dem Gewichte be 
stimmt. Es erscheint das ja auf den ersten Blick widersinnig und 
ist auch von der Theorie hart verurteilt worden, denn feinere und 
somit wertvollere Industrieerzeugnisse wurden dadurch weniger 
getroffen, als die gröberen und damit allerdings auch das Ausland 
weniger, als das Inland. Aber teilweise ließ sich dem durch 
richtige Aufstellung der Zollkategorieen abhelfen, und dann würden 
entsprechend hohe Wertzölle eine Prämie für den Schmuggel ge 
bildet haben. Aus einem anderen Grunde, nämlich um nicht Re 
torsionen hervorzurufen, sah das Gesetz von eigentlichen Prohibitiv 
zöllen ab und begnügte sich mit einem mäßigen Schutzzoll. Ver 
boten wurde allein die Einfuhr von Salz und Spielkarten. Roh 
stoffe blieben in der Hauptsache unbesteuert, von den Rlanufaktur- 
waren sollte ein mäßiger Schutzzoll erhoben werden, der, wenn 
man den Gewichtszoll in einen Wertzoll umrechnet, 10"/o des 
Wertes nicht überstieg; es entsprach das der damals üblichen 
Schmuggelprämie. Kolonialwaren dagegen wurden bis zu 20 °/ 0 
des Wertes besteuert, denn hier war Schinuggel weniger zu be 
fürchten, da sich die ausgedehnte Seeküste Preußens leichter als die 
Landgrenze bewachen ließ, und dann war das ein Artikel, wie auch 
Bayern ganz richtig erkannte, der sich finanziell ausbeuten ließ, 
ohne besonderen volkswirtschaftlichen Schaden zu tun. Bei einer 
Revision des Gesetzes iin Jahre 1821 wurde der Tarif auf Grund 
der gesammelten Erfahrungen vereinfacht und auch die Industrie 
produkte etwas herabgesetzt. Zugleich verschwanden durch die 
revidierte Zollrolle noch einige Verschiedenheiten in der Behandlung 
der östlichen und westlichen Provinzen, die sich anfangs noch not 
wendig gemacht hatten. 
Einesteils um ungesunder Überproduktion entgegenzuwirken, 
vor allem aber, weil damit die so notwendigen finanziellen Er 
gebnisse erzielt werden konnten, schloß sich an das Zollgesetz am 
8. Februar 1819 das Gesetz über die Besteuerung von Wein, Bier, 
Branntwein und Tabaksblättern, die einzigen inländischen Er 
zeugnisse, die einer Steuer unterworfen wurden. Diese Konsumtions-
	        

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Der Deutsche Zollverein. Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon), 1906.
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