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Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
101832478X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-67910
Document type:
Monograph
Author:
Sturmhoefel, Konrad http://d-nb.info/gnd/143384627
Title:
Der deutsche Zollverein
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (85 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Der Anschluß Hessens. Der mitteldeutsche Verein. Anschluß des württembergisch-bayrischen Zollvereins. Der große Zollverein
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

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1at; und es kann wirklich niemand von uns 
3agen, was für Folgen dieses Prinzip haben 
wird. Anfänglich wurde uns hier in Deutsch- 
land verschiedentlich auch gesagt, es wäre 
‘alsch, das Prinzip weiter zu verfolgen, denn 
die ganze Welt wäre nun einmal augenblick: 
ich von dem Reziprozitätsgedanken be: 
zessen; der Reziprozitätsgedanke dehne sich 
mmer weiter aus, und es würde unmöglich 
;ein, diesem Gedanken entgegenzutreten 
ıngesichts der geringen Macht, die Deutsch- 
and jetzt in die Wagschale zu werfen hätte. 
(ch glaube, daß nach der Richtung hin doch 
lie Verhandlungen schon gezeigt haben, 
laß dem nicht so ist. Wie ich Ihnen vorhin 
auseinandersetzte, hat es doch eigentlich bei 
unseren Verhandlungen mit allen großen 
Ländern, mit England und Amerika, gar 
<eine Schwierigkeiten gemacht, weil sie von 
vornherein auf dem Standpunkt standen, 
lann haben sich aber auch Länder, die die 
Meistbegünstigung nicht wollten, jetzt das 
von überzeugen lassen, daß sie schließlich 
zu diesem Prinzip übergehen müssen. Und 
ch persönlich bin der Meinung, daß für ein 
Land, daß in dem Maße wie Deutschland 
ıuf den Export angewiesen ist, dieses Prin- 
zip doch das sicherste und beste ist; und ein 
jroßer Teil der Ausführungen, die Herr Ge: 
aeimrat Bücher heute früh gemacht hat, 
ımterstützen diese Meinung ja nur, denn 
lurch nichts anderes kann schließlich die 
Passivität der Handelsbilanz beseitigt wer- 
den oder ‚wenigstens das wesentlichste Mit- 
tel, um sie zu beseitigen, ist eben die Steige: 
‚ung der Ausfuhr, und dazu dient in erster 
Linie die Einräumung der allgemeinen Meist, 
„egünstigung. 
| 
Wenn Sie mir noch einige Worte über 
die Schwierigkeiten gestatten wollen, denen 
die Unterhändler sonst bei diesen Verhand: 
‚ungen unterlagen, so bitte ich Sie, zu glau- 
en, daß die Schwierigkeiten wirklich sehr 
groß sind. Meine Herren, ich bin im Jahre 
1918 bis 1922 im Auswärtigen Amt gewesen 
ınd habe an sehr vielen Verhandlungen 
über die Ausführung des Friedensvertrages 
von Versailles teilnehmen müssen. Ich bin 
ılso nicht gerade verwöhnt. Aber ich muß 
doch sagen, daß diese Verhandlungen über 
den Handelsvertrag augenblicklich sehr viel 
schwieriger sind, als man sich das gemeine 
ain vorstellt. Gewiß liegen auf der anderen 
Seite auch sehr große Interessen vor, zu 
Handelsverträgen zu kommen: Aber es ent: 
steht sehr leicht bei uns in Deutschland eine 
Täuschung darüber, was ein Atout in unse: 
ver Hand wäre. Es haben sich da schon die 
FE 
: 
;onderbarsten Folgen ergeben. So ist z. B. 
m Anfang gesagt worden, daß die ganze 
?rage des Verkehrs mit dem Saargebiet ein 
Atout in den Händen der deutschen Unter, 
ıändler wäre. In der Tat hat sich die Sache 
ıls genaues Gegenteil herausgestellt. Den 
?ranzosen ist es zunächst einmal sehr viel 
zleichgültiger, wie es im Saargebiet aussieht, 
ıls uns. Es ist nicht richtig, anzunehmen, 
laß die Franzosen sagen, es muß im Saar- 
;ebiet alles sehr schön sein, damit nachher 
‘ür uns gestimmt wird. Diese Erwägung 
spielt bei den Franzosen nicht die Rolle, 
‚sondern sie sind durchaus nicht bereit, das 
Saargebiet irgendwie besser zu behandeln 
ıls andere Teile von Frankreich. Und es 
jeht so weit, daß. die Franzosen, wenn wir 
'reiwillig anbieten, dem Saargebiet einen 
Vorteil zu gewähren, darin sogar eine un- 
'reundliche Handlung gegenüber Lothringen 
jesehen und erklärt haben: das ist während 
ler Handelsvertragsverhandlungen unmög-:- 
ich. Ich führe das nur als Beispiel dafür an, 
laß man sich leicht über den Wert angeb- 
icher Zugeständnisse für den Gegner 
Auscht. 
Für uns war eine der ersten Aufgaben, 
lie Wirtschaftsverhandlungen möglichst von‘ 
lem politischen Beigeschmack zu befreien. 
Wenn man sich ansieht, in welcher Weise 
von unseren Gegnern — ich möchte dabei 
mmer hauptsächlich von Frankreich spres 
;hen — die wirtschaftlichen Verhandlungen 
vorbereitet worden sind, so kann man sich 
äner gewissen Bewunderung für die Weitz 
sicht, mit der sie vorgegangen sind, nicht 
‚erschließen. Ich erinnere daran, schon wäh: 
'end des Krieges haben in Paris eine Reihe 
ron Wirtschaftskonferenzen stattgefunden, 
in denen sich die Alliierten darüber einig- 
;en, wie man Deutschland nach dem Kriege 
nöglichst boykottieren könnte. Ein starker 
Niederschlag dieser Pariser Wirtschaftsver- 
ıandlungen ist dann in den Vertrag von 
Versailles übergegangen, der ja vollkommen 
merhörte Bestimmungen enthält, einseitige 
Aechte für die anderen und gar keine Rechte 
ür uns. Die im Vertrag von Versailles vor: 
;esehene einseitige Meistbegünstigung sollte 
ıach 5 Jahren ablaufen, konnte aber nach 
len Bestimmungen des Versailler Vertrags 
lurch den Völkerbundsrat verlängert were 
len. Wir haben sehr lange gefürchtet, daß 
sine solche Verlängerung stattfinden würde, 
veil das ja schließlich im Interesse alle Alli- 
erten lag. Glücklicherweise war das eine 
der Sachen, die einstimmig im Völkerbunds? 
rat hätte beschlossen werden müssen. Es
	        

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Grundlagen Der Wirtschafts- Und Handelspolitik. Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1925.
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