Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

error

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: error

Monograph

Identifikator:
1019100079
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-62292
Document type:
Monograph
Title:
Wichtige Aufgaben der materiellen Fürsorge
Place of publication:
Münster in Westf.
Publisher:
Verlag der Aschendorffschen Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (59 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Der gesetzgeberische Ausbau des Deutschen Reiches und seine Wirtschaftlichkeitspolitik
  • Title page
  • Contents

Full text

6(3 2- Abschnitt. Grundlegung u. Ausbau der Sozial- u. Wirtschaftspolitik. 
Kleinhandel die Existenz erschweren. Was kann es für eine „Rettung" — und nur 
um eine solche kann es sich handeln — erbringen, wenn man die 70 Warenhäuser mit 
einer Sondersteuer belegt, während daneben tausende großer Detailgeschäfte, Spezial 
häuser, Filial- und Versandgeschäfte aus der Erde schießen und dem Kleinhandel die 
gleich harte Konkurrenz bereiten? 
So schwierig wie die prinzipielle Entscheidung, ebenso schwierig ist die erfolg 
reiche Durchführung eines derartigen Gesetzes. Hiebei fragt es sich: wie läßt 
sich die soziale Reform mit der Anerkennung der individuellen Entwicklung (freien 
Konkurrenz) vereinigen? Beide Prinzipien treffen sich auf dem Boden der Be 
kämpfung des unlauteren Wettbewerbs, wie sie im vorigeit Kapitel abgesteckt ist, 
sowie in der Erschließung des Feldes zu einem ausgiebigen positiven Schaffen der 
Regierung (genauer der Regierungen der einzelnen Bundesstaaten). Innerhalb eines 
derart abgesteckten Rahmens läßt sich sowohl das Protektions- als das Konkurrenz 
prinzip aufrecht erhalten. Die vielfach verbreitete Ansicht, die Quintessenz der liberalen 
Lehre von der freien Entwicklung bestehe darin, daß die Regierung allen wirtschaft 
lichen Auswüchsen gegenüber die Hände in den Schoß lege, beruht auf einem Irrtum. 
Das konnte sie wohl in England und Nordamerika bei der dortigen Grund 
stimmung des Volkes und seiner Jahrhunderte alten Erziehung zur 
Selbsthilfe riskieren, nicht aber in Deutschland, wo bis in die neueste Zeit die alt 
überkommene Arbeitsweise das landwirtschaftliche und neben den Zunst-Reminiszenzen 
das kleingewerbliche Leben beherrscht. 
Bei den geringen Aussichten auf eine wirksame Zurückdrängung der großkapita 
listischen Konkurrenz bildet für die Regierung und die Parteien die positive stetige 
Kleinarbeit, die auf eine Steigerung des Konsums und auf eine Erhöhung der 
Betriebsamkeit der Bevölkerung hinzielt, Vermehrung der Verdienstmöglichkeiten, 
Förderung der gewerblichen Arbeit, aus daß eine immer größere Zahl von Kräften 
sich an ihr beteiligen kann, Verbesserung des Warenkredits, Gründung von Ein 
kaufsgenossenschaften, Handelsrealschulen u. s. f. eine um so ernstere Pflicht. 
Seit der Abschwächung des Agrarismus und der Jnnungsagitation ist atlch 
die Mittelstandsbewegung sichtlich abgeflaut. Wohl werden von den Schutz- 
verbänden, wie seit Jahren ein paar Dutzend Forderungen gegen Warenhäuser, 
Konsumvereine, Hausierhandel, Ausverkäufe, Börse, Getreidehandel u. s. f. von 
Zeit zu Zeit an die Oeffentlichkeit hinausgegeben. Aber den Worten fehlt die 
Kraft. Denn jede Agitation wird schließlich nach den Opfern gewertet, die ihre 
Interessenten aufzubringen willens und imstande sind, sowie nach der positiven, 
stetigen und stillen Reformarbeit, die ein Fachverband leistet. Und in diesem 
Hauptpunkt fehlt es: die lautesten Rufer im Streit sind — und das ist für den 
Charakter der „Mittelstandsbewegung" bezeichnend — häufig am wenigsten geneigt, 
ihrer Sache nur die kleinsten Opfer zu bringen. So kam es, daß im gleichen Moment, 
wo die Gründung einer umfassenden Mittelstandsvereinigung, womöglich sogar einer 
eigenen Mittelstandspartei versucht wurde, die Ohnmacht der ganzen Bewegung 
nur um so greller ans Tageslicht trat. Wie bei der Arbeiterfrage liegt es im 
Interesse der Nächstbeteiligten, daß sie die neuere Entwicklung und die Existenz 
bedingungen der neuen Wirtschastsverfassung begreifen und in dieser Erkenntnis dar 
auf verzichten, die neuere Umgestaltung nach ihrem Kopf umändern zu wollen. 
Naturgemäß kann die staatliche Bevorzugung von Sonderinteressen oder eine
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Gesetzgeberische Ausbau Des Deutschen Reiches Und Seine Wirtschaftlichkeitspolitik. Krais, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.