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Versicherung und Wirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Versicherung und Wirtschaft

Monograph

Identifikator:
1019416955
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36541
Document type:
Monograph
Author:
Hülße, Friedrich
Title:
Versicherung und Wirtschaft
Place of publication:
Halle a. d. Saale
Publisher:
Hof-Buch- u. Steindruckerei C. A. Kaemmerer & Co.
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (67 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. [Die Bildung des Begriffes der Versicherung]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Versicherung und Wirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorien über die Versicherung
  • Zweiter Abschnitt. [Die Bildung des Begriffes der Versicherung]

Full text

54 
gleich> indem er den Versicherer mit einem Spielhalter, den Ver 
sicherten mit einem Spieler vergleicht und die Eewinnabsicht des 
Versicherers unterstreicht. Wohl aber bringt er den bedeutungs 
vollen Gedanken: „zum Zwecke der Versicherung ist aber das 
Glücksspiel ökonomisch unbedingt notwendig und unter den ge 
gebenen Umständen unvermeidlich." Er schreibt dazu: E) „Man 
behauptet so oft, daß es ja viel besser und ökonomischer sei, 
anstatt durch die Versicherung bei einer Unternehmung viele 
Chancen des Verlustes auf sich zu nehmen, zu Hause regelmäßig 
zu sparen. Denn das Ersparte kann uns nicht verloren gehen, 
den Einsatz des 'Versicherungsglücksspiels dagegen geben wir auf 
Nimmerwiedersehen hin. Doch wir haben ja schon oben bemerkt, 
daß sich mit dem Zufall nicht rechten läßt. Der allersorgfältigste 
Sparer könnte sehr leicht eine Rechnung ohne den Wirt machen 
und vom Unglücke oder einen raschen Aufwand erheischenden 
Ereignissen überflügelt werden. Das Sparen ist ein lahmer 
Diener, der fast immer erst dann eintrifft, wenn auch die beste 
Hilfe nicht mehr retten kann. Das Versicherungsglücksspiel da 
gegen stellt jeden beliebigen Betrag im Momente der Gefahr 
zur Verfügung, ja selbst dann schon, wenn der Versicherte famrt 
die erste kleine Rate entrichtet haben sollte, ja sogar, wenn er 
überhaupt nur die Eintrittsgebühr bezahlt und die Police ihre 
Gültigkeit erlangt hat." 
Wenn es unzweifelhaft ist, daß gerade deshalb, weil die 
ökonomische Bedingung der Versicherung die Ausnützung des 
Zufalls ist, die Versicherung zu den aleatorischen Geschäf 
ten gehört, so darf die Versicherung mit den übrigen Arten 
der aleatorischen Geschäfte, insbesondere mit dem Spiel nicht 
gleichgesetzt werden. Es bedeutet aber, wie schon W a g n e r 104 ) 
bemerkt, nur einen Wortstreit, wenn man die Versicherung nicht 
als „Spiel" anerkennen will. Denn auch die Vertreter der 
Spieltheorie fassen diesen Oberbegriff „Spiel" in einem andern 
Sinne als ihre Gegner; sie sind sich über den Gegensatz zwischen 
19S ) a. a. O. S. 44. 
l04 ) a. a. O. S. 960 Note 23.
	        

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Versicherung Und Wirtschaft. Hof-Buch- u. Steindruckerei C. A. Kaemmerer & Co., 1914.
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