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Kapitalismus und Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kapitalismus und Sozialismus

Monograph

Identifikator:
1019428651
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56798
Document type:
Monograph
Author:
Eckstein, Gustav http://d-nb.info/gnd/101214995
Title:
Kapitalismus und Sozialismus
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag der Wiener Volksbuchhandlung
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kapitalismus und Sozialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

99 
erfjofycn imb dadurch ihren Profit noch weiter zu schmälern, als er durch die 
natürliche Entwicklung des Kapitalismus selbst schon herabgedrückt wird, 
xcu ist ^onn auch einer der Hauptgründe dafür, daß die bürgerlichen 
Parteren durchweg für Kriegsrustungen sind, wir aber mit aller Kraft dem 
entgegentreten. 1 
Die Krisen. 
i. 
. "Nun höre aber einmal, Gustav," begann Wilhelm wieder, nachdem 
££ S^tlong nachdenklich vor sich hingeblickt hatte, „du sagst, die großen- 
Massen der neu erzeugten Waren könnten deshalb nicht aufgebraucht wer 
den, weil dre Lohne nicht in demselben Verhältnis steigen wie die Waren- 
erzeugung, die Kapitalisten aber für ihren persönlichen Bedarf nicht Massen- 
artikel verbrauchen, sondern Luxuswaren. Deshalb, sagst du, bleiben Massen- 
arnkel übrig oder sie müssen dann „ins Meer geworfen", das heißt für 
militärische Zwecke verwendet werden." 
'^un, was dn zum Schluß sagst, ist nicht ganz richtig", unterbrach ich 
ihn. Die Massenartikel werden nicht zuerst blind darauslos erzeugt und 
dann für militariiche Zwecke u. s. to. verwendet, sondern die Produktion selbst 
wird schon für diese Zwecke eingerichtet." 
„Schön," antwortete Wilhelm, „das führt sogar noch näher zu der 
Frage, die ich dir stellen wollte: Warum werden nicht einfach Luxuswaren 
iur den Bedarf der Neichen erzeugt statt der Massenartikel, die sich dann als 
unverkäuflich Herausstellen? Wenn die Produktion für die Zwecke des 
Militärs eigens eingerichtet werden kann, so muß das doch auch für die 
Luxuswaren möglich sein. Geschieht das aber, dann gibt es gar keine 
Ueberproduktion mehr." 
. "Das ist eigentlich ganz richtig", siel Karl beistimmend ein. „Wenn 
zuviel Massenartikel und zu wenig Luxuswaren erzeugt werden, dann muß 
doch der Preis der Luxuswaren steigen, und so wird es lohnend, sie zu pro 
duzieren. Damit wäre doch eigentlich die ganze Schtvierigkeit gelöst." 
„Das sieht allerdings sehr überzeugend aus", antwortete ich. „Aber 
sehen wir einmal etwas genauer zu, wie es denn zu dieser ungeheuren 
Steigerung der Produktion eigentlich kommt. Warum erzeugen denn die 
Kapitalisten überhaupt so viel, daß sie dann nicht wissen, wohin mit all dem 
Legen? 
_ . --Weil jeder die Preise des anderen unterbieten will und deshalb 
semen Betrieb erweitern muß; denn tip großen ist die Produktion immer 
billiger als im kleinen", antwortete Karl. 
,Manz richtig", erwiderte ich; „wir haben aber auch gesehen, welche 
große Rolle dabei die Einführung von neuen Maschinen spielt. Ihr werdet 
euch erinnern, daß der Kapitalist, der eine neue arbeitsparende Maschine 
einfuhrt, dadurch einen Extraprofit macht. Dadurch zwingt er aber die an 
deren Kapitalisten, ebenfalls solche neue Maschinen einzuführen, und so 
wird die Produktion gerade in den mit Maschinen betriebenen Industrien 
ungeheuer schnell gesteigert. Der kleine Gewinn, der durck die Steigerung 
der Preise für Luxuswaren erzielt werden kann, kommt kaum in Betracht 
neben den nesigen Extraprofiten, die von den einzelnen Kapitalisten durch 
Einführung von neuen Maschinen gemacht werden können. So erklärt es 
l*
	        

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Kapitalismus Und Sozialismus. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, 1920.
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