Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Kapitalismus und Sozialismus

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Kapitalismus und Sozialismus

Monograph

Identifikator:
1019428651
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56798
Document type:
Monograph
Author:
Eckstein, Gustav http://d-nb.info/gnd/101214995
Title:
Kapitalismus und Sozialismus
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag der Wiener Volksbuchhandlung
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Kapitalismus und Sozialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

20 
Vor Jahren kriegte ich einmal eines deiner Schullesebücher in die 
Hand. Ich wollte doch sehen, was die Kinder heute in der Schule lernen, um 
sich fürs Leben vorzubereiten. Da fiel mein Blick auf ein Lesestück das den 
schönen Titel führte: „Das Handwerk hat einen goldenen Boden." Dort 
war erzählt, daß man nur Fleiß und Ausdauer brauche, um als Hand 
werker ein reicher Mann zu werden. Ich las das Stück nicht aus. Wütend 
warf ich das Buch fort, das solche Lügen enthielt und den Gehirnen der 
Jugend eintrichtern wollte. Und das soll die viel gepriesene Volks 
bildung sein?" 
Der Vater hatte sich immer mehr in leidenschaftlichen Zorn hinein 
geredet. Die Bilder aus seiner Kindheit und Jugend waren ihm wieder 
lebendig geworden. 
„Wenn ich heute noch," sagte er endlich, „mich der Fratze des edlen 
Wohltäters Becker erinnere oder jener Häuser, in die wir unsere schöne 
Arbeit steckten, die dann ein anderer ohne Entgelt genoß, dann überkommt 
mich noch die Wut. Aber schließlich weiß ich ja doch, daß es nicht nur mir 
allein so ging, daß das nur Einzelfälle sind aus dem großen Schuldbuch 
des Kapitals, das überall seinen Weg genommen hat über Blut und Leichen." 
Der Lohn geistiger Arbeit. 
„Das sehe ich nun allerdings ein," meinte Wilhelm, der Karls Er 
zählung voll Aufmerksamkeit zugehört hatte; „mein Großvater und dein 
Vater haben in ihrer Jugend eine ganz andere Welt gesehen als wir; aber 
aus zwei einzelnen Schicksalen dürfen wir doch nicht gleich so weitreichende 
Schlüsse ziehen. Vielleicht ist es nur ein Zufall, daß gerade unsere Väter 
unter so ganz anderen Verhältnissen aufgewachsen sind als wir." 
„Wie kannst du nur so etwas sagen!" entgegnete Karl. „Gibt es denn 
heute überhaupt noch leibeigene Bauern, und sehen wir nicht überall, daß 
das Kleingewerbe von den Fabriken verschlungen wird?" 
.„Na, ganz so gefährlich kann es doch nicht sein; denn es gibt heute 
noch immer eine Menge Handwerker, und wenn es vielen von ihnen auch 
nicht besonders gut geht, sie leben und bestehen doch noch immer. Mit den 
Bauern muß ich dir freilich recht geben. Leibeigen sind sie nicht mehr; aber 
geht es ihnen deshalb jetzt um so viel besser? Immerfort liest man in der 
Zeitung von der »Slot der Landwirtschaft«." 
„Db es heute besser oder schlechter ist als früher, das weiß ich nicht," 
meinte nun Karl; „jedenfalls sieht die Welt heute ganz anders aus als da 
mals. Uebrigens ist uns ja Gustav noch die Geschichte seines Vaters schuldig. 
Zuerst wollen wir die noch hören." 
Damit wandten sich meine jungen Freunde an mich und ich erzählte 
ihnen: 
„Mein Vater ist schon mehrere Jahre tot; aber ich kann euch seine 
Geschichte ganz gut erzählen, denn ich habe sie zum Teil miterlebt unfc daS 
übrige oft von ihm und Mutter erzählen gehört. 
Er entstammte recht bescheidenen Verhältnissen. Mein Großvater war 
Dorfschullehrer gewesen und es hatte ihm sehr große Schwierigkeiten und 
Opfer bereitet, den Sohn studieren zu lassen; denn der sollte es einmal 
in der Welt zu etwas bringen. Schon im Gymnasium lernte mein Vater 
den Ernst des Lebens kennen. Von zu Hause bekam er nicht viel; was er 
son 
arl 
gir 
Al- 
brc 
un 
der 
Ch 
zu, 
Da 
soll 
hie 
ma 
Va 
aui 
son 
ein 
läu 
tini 
son 
ein 
Ve 
uni 
chrr 
ntii 
Sri 
fön 
die 
her 
siel 
Un 
gel 
Fe! 
red 
me 
we 
doc 
unl 
für 
an 
fchc 
der 
unl 
Be 
ein 
Ge 
sich 
Va
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Kapitalismus Und Sozialismus. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.