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Kapitalismus und Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kapitalismus und Sozialismus

Monograph

Identifikator:
1019428651
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56798
Document type:
Monograph
Author:
Eckstein, Gustav http://d-nb.info/gnd/101214995
Title:
Kapitalismus und Sozialismus
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag der Wiener Volksbuchhandlung
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (120 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kapitalismus und Sozialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

— so — 
(20 Prozent von 500.000 Mt.) der Profit des Kapitals. Die 10 VOO Paar 
Schuhe müssen also um 200.000 Mk. (100.000 Mk. Kosten und 100.000 Mk. 
Prosit) verkauft werden, das Paar Schuhe kostet also 20 Mk." 
„Da hört aber doch alles auf", rief Wilhelm ganz aufgebracht da 
zwischen. „Das ist doch ganz genau die Rechnung, die ich früher einmal 
ausgestellt habe. Damals war sie natürlich falsch. Heute ist ste aus ein 
mal richtig! Da hätten wir uns wirklich die ganze Herumrederei _ über 
ben Wert ersparen können. Damals habe ich doch auch gesagt, baß ber 
Preis einer Ware sich aus den Kosten und dem Kapitalprosit zusammen 
setzt und jetzt sagst du genau dasselbe." „ 
„Na, diesen Einwand habe ich schon vorausgesehen, erwiderte im 
lachend, „und deshalb habe ich die Nunimer der „Arbeiter-Jugend vom 
3. September 1910 gleich mitgebracht; denn dort steht unser ganzes Ge 
spräch von damals, drinnen, und da können wir ja jetzt sehen, ob die 
Einwände, die wir damals gegen deine Rechnung erhoben haben, auch 
auf meine Rechnung zutreffen oder ob sie vielleicht überhaupt falsch waren. 
Eifrig machten sich nun meine beiden Freunde über den Artikel her, 
den sie ausmerksain durchstudierten^). Als sie fertig waren, ivandte sich Karl 
an mich und sagte: r , .. ... 
„Es ist doch recht praktisch, daß du unsere Gespräche m die Zeitung 
bringst. Sonst hätten wir uns das doch nicht so genau gemerkt, -o sehen 
wir aber, daß der Haupteinwand gegen Wilhelms Rechnung damals war. 
daß er die Höhe des Profits nicht erklären konnte. Heute aber wissen wir, 
woher diese rührt, und so trift dieser Einwand, der damals ferne Rechnung 
umwarf, auf deine Rechnung nicht zu." , m . * 
„Das gebe ich zu," ergänzte Wilhelm zögernd, „aber em $ dienten 
bleibt doch. Der zweite Einwand, den du damals erhobst, war der, dass 
ich den Preis eines Anzuges zum Beispiel aus den Preisen des «tosses, 
ber Maschinenabnutzung, aus ben Löhnen u. s. w. zusammensetzte, nur 
deine Rechnung stimmt das aber doch auch." ^ , , 
„Ja, aber der Einwand war doch damals eben der, wars Karl da 
zwischen, „daß wir nicht angeben konnten, woher denn der Wert all dreier 
Dinge kommt, heute wissen wir aber, daß es die Arbeit ist, dre rhnen und 
damit auch dem Produkt, das aus ihnen hergestellt^ wird, den Wert ver 
leiht und daher auch den Preis bestimmt. Wenn man dre Wertrechnung 
nicht versteht, kann man natürlich die Preisrechnung erst recht nicht be 
greifen. Das ist wirklich geradeso, wie man unsere komplizierten Maschinen 
nicht verstehen kann, wenn man nicht zuerst dre einfacheren begriffen hat, 
aus denen sie- hervorgegangen find." „ . r v m , •>* 
„Und dasselbe zeigt euch auch", ergänzte ich, „das Beispiel voin Flug 
apparat, das wir vorhin besprochen haben. Das Fliegen scheint des Gesetzes 
der Schwere zu spotten, und doch ist der Flugapparat erst zu verstehen, 
wenn man sich mit jenem Gesetz sehr genau vertraut gemacht hat." 
Frauen- und Kinderarbeit. 
„Das wäre ja alles soweit ganz schön und interessant", begann Wil 
helm, als wir uns das nächstemal trafen, „was wir jetzt alles iiber Wert, 
Preis und Profit erfahren haben; aber leider sind wir doch keine Kapitalisten 
und da werden wir mit dieser Wissenschaft nicht viel anfangen können." 
*) Siehe Seite 26, Absatz 1.
	        

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Völkerbund, Die Weltwirtschaftskonferenz. [Reichswirtschaftsminist.].
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