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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

99 
Es lassen sich auch gegenteilige Beobachtungen anführen. Zu 
nächst käme in Betracht der Kinder-Beichtum derjenigen deutschen 
Gebiete, die gleichfalls das französische Erbrecht hatten, wie Württem 
berg, Baden, Elsaß, Rheinprovinz. Dagegen würde Le Play vielleicht 
einwenden, daß ein gewisser Kulturgrad erst erreicht sein muß, der 
sich in der „prevoyance“ äußert, und daß zu seiner Zeit diese deut 
schen Gebiete einen solchen Kulturgrad noch nicht hatten. Aber 
heute haben sie ihn doch wahrscheinlich, und ihr Kinder-Reichtum 
übertrifft dennoch weit den der französischen Bauern und steht 
sicherlich auch hinter dem der sächsischen „Stammfamilie“ nicht 
zurück. Und ferner: dasselbe Mittel, das nach Le Play dem fran 
zösischen Bauern die einzige Möglichkeit bietet, für seine Kinder 
zu sorgen, wird auch dort angewendet, wo Anerbenrecht und unge 
teilter Erbgang herrscht. So lesen wir bei Sering 1 ), daß in der 
nordöstlichen Ecke der Provinz Hannover, also nicht weit ab von 
der Lüneburger Heide, in der Le Play seine Beobachtungen gemacht 
hat, die Kinderzahl künstlich eingeschränkt wird, trotzdem dort An 
erbenrecht herrscht. Und diese Sitte scheint schon aus älterer Zeit 
zu stammen; die ausgesprochene Absicht dabei ist, den Hof leistungs 
fähig zu erhalten. Überhaupt hat die Provinz Hannover, für die 
das Überwiegen des alten Bauernstandes so charakteristisch ist, von 
allen preußischen Provinzen, außer Schleswig-Holstein, die geringste 
Kinderzahl. 
So kann man noch lange fortfahren, ungenaue Beobachtungen 
und einseitige Urteile Le Play’s anzuführen. Es handelt sich aber 
nicht darum, an einem bedeutenden Manne der Vergangenheit billiges 
Splitter-Richtertum zu üben, sondern nur darum, zu zeigen, wie 
stark Le Play noch unter dem Einflüsse vorgefaßter Meinungen stand, 
und wie das auf seine Beobachtungen wirkte. 
Das Fehlen zuverlässiger Ermittlungen von Kausalver- 
kniipfungen. Le Play glaubte in seiner Monographie ein Präzisions 
instrument zu besitzen, nicht nur für genaue Beobachtungen, sondern 
auch für die Bildung sicherer Induktionsschlüsse auf Grund solcher 
Beobachtungen. Hätte er seine Budgets mit Hilfe seiner sonstigen 
Beobachtungen systematisch verglichen, so wäre wenigstens der 
Anfang zu solchen sicheren Induktionsschlüssen gemacht worden. 
Aber tatsächlich ist davon nichts zu finden. Wir treffen zwar bei 
Le Play eine Masse von Schlüssen, die offenbar von gesundem 
9 Sering, Die Vererbung d. ländi. Grundbesitzes in Freuten, Bd. VI, S. 71.
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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