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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

101 
lieh in der Zeit des Niedergangs der Hausindustrie auch hier schon 
zu so schlimmen Übeln geführt hatte 1 ). Wie kam es nun, daß 
Le Play jene ganz neue Erscheinung der Wohlfahrts-Einrichtungen 
in der Fabrikindustrie so mißverstand? Es lag daran, daß er den 
tatsächlichen Verhältnissen nicht genug auf den Grund ging, und 
das wiederum geschah, weil er beherrscht wurde von der Vorstellung 
der niedersächsischen Stammfamilie. Die Bewunderung, die er für 
sie hegte, verleitete ihn dazu, die guten Einrichtungen, die er im 
Wuppertale fand, mit ihr in Verbindung zu bringen und durch die 
^Stammeszugehörigkeit zu erklären. Aber abgesehen davon, daß die 
Bewohner des Berger Landes keine Sachsen, sondern Franken sind, 
ist die ganze hier zugrunde liegende Theorie, daß patriarchalische 
Einrichtungen vom niedersächsischen Stamm am kräftigsten fest 
gehalten wurden, durchaus ungenügend begründet; es ist nur eine 
allgemeine vage Anschauung. Mit solchen Anschauungen lassen 
sich keine Kausalverknüpfungen einwandfrei feststellen, und durch 
Le Play’s Beobachtungen an Ort und Stelle ließen sich, soweit wir 
wissen, solche Feststellungen ebensowenig ermöglichen. 
Ein anderes Beispiel zeigt den gleichen Mangel. Le Play 
glaubte beobachtet zu haben, daß die Solinger Schleifer sehr un 
solide seien, und zwar deshalb, weil sie sehr hohe Löhne hatten. 
Er sagt: 
Es ist beachtenswert, daß die liederlichsten Arbeiter der Klasse der 
Schleifer angehören, deren Löhne gewöhnlich sehr hoch sind, mitunter (wie 
z. B. jetzt) das Zehnfache der Durchschnittslöhne in der Fabrik betragen. In 
der Stufe der mittleren Löhne finden sich die mäßigsten Arbeiter, die infolge 
dessen am befähigsten sind, sich durch Ersparnisse zu Fabrikanten oder Kauf 
leuten emporzuarbeiten 2 ). 
Le Play konstatiert hier ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen der 
Lohnhöhe und der Möglichkeit sozialen Aufstiegs, und zwar in der 
Weise, daß allzu hohe Löhne zur Unsolidität verleiten und dem 
Aufstieg hinderlich sind, mittlere Löhne dagegen zur Mäßigkeit an- 
halten und den Aufstieg fördern. Das ist nicht unwahrscheinlich, 
aber aus dem angezogenen Beispiel schwerlich ohne weiteres her 
zuleiten. Es ist richtig, daß die Schleifer damals — wie auch jetzt 
noch — hohe Löhne bezogen. Sie erklären sich wohl aus der be 
sonderen Kunstfertigkeit, aus der Ungesundheit des Berufes und aus 
') Vgl. Mer Ehrenberg, Das Arbeitsverhältnis als Arbeitsgemeinschaft 
(Archiv II, 180). 
2 ) 3 d. M.
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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