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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

7 
die Sozialwissenschaft aus dem „metaphischen“ Zustande befreien, 
sie zu einer „positiven“ Wissenschaft entwickeln wollte: 
Die Gesellschafts-Wissenschaft wird in fortschreitender Entwicklung die 
selben Phasen durchlaufen wie die Astronomie, die Physik, die Chemie und 
ganz allgemein alle Wissenschaften, die auf der Beobachtung von Tatsachen be 
ruhen. Früher hatte in den Wissenschaften die Beschreibung uud Klassi 
fikation von Tatsachen wenig Raum. Sie waren irgendeiner aprioristischen 
Idee untergeordnet, die auf bedeutsamen, aber unvollkommen beobachteten 
Tatsachen beruhte. In der zweiten Periode, die ebenso fruchbar ist wie die 
erste steril war, wird die entgegengesetzte Methode befolgt; man hat sich 
schrittweise den vorgefaßten Meinungen entzogen, soweit es die Schwäche des 
Menschengeistes zuläßt. Man hat das aufmerksame Studium der Erscheinungen 
zur Grundlage ihrer Bewertung gemacht und hält diese Erscheinungen nur 
insoweit für genügend bekannt, als man ihr Gewicht, ihr Maß, ihr genaues 
Bild geben kann; daraus allein glaubt man die Theorie darstellen zu können. 
Unter der Herrschaft dieser Methode erschöpfen sich nicht mehr die wert 
vollsten Kräfte, die das Streben nach Wahrheit sich zum Ziele setzen, in end 
losen Diskussionen. Die wissenschaftlichen Streitfragen, die früher auf ent 
gegengesetzten Behauptungen beruhten, werden jetzt durch immer zuver 
lässigere Beobachtungen entschieden. — Die Sozialwissenschaft hingegen ist 
in dem Zustande des Unvermögens geblieben, der die erste Periode der Natur 
wissenschaften charakterisiert. Sie setzt sich aus Systemen zusammen, die 
ihre Entstehung der wechselseitigen Opposition ihrer Urheber verdanken; man 
kann daher in Wahrheit sagen, daß diese Wissenschaft von ihren eigenen 
Angehörigen am stärksten bekämpft wird. Die Debatten über die Organisation 
der Arbeit, des Eigentums, des Tausches sind fast ebenso heftig, wie es 
während der letzten Jahrhunderte die über die Veränderung der Metalle, die 
Universalmedizin, das Phlogiston waren; sie werden, ebenso wie diese klassi 
schen Kontroversen, unweigerlich erlöschen unter dem Einfluß der gleichen 
Methode. — 
Aktuelle Bedeutung der Methode Le Play’s. Die Frage, ob 
und wie es möglich ist, die Sozialwissenschaft „naturwissenschaft 
lich“ zu begründen, ist neuerdings durch Ehrenberg, der auf den 
Fundamenten T h ü n e n’s weiterbaut, wieder aktuell geworden. Ehren 
berg hat dabei den bisherigen Zustand der Sozialwissenschaft ganz 
ähnlich kritisiert*), wie Le Play es früher schon getan hatte. 
Unter solchen Umständen ist es im jetzigen Augenblicke be 
sonders wichtig, die wissenschaftliche Methode Le Play’s genau 
kennen zu lernen, insbesondere auch, wie aus dieser Methode, die 
in seinem ersten Werke „Les ouvriers europeens“ enthalten ist, sich 
sein zweites Werk „La reforme sociale“ entwickelt hat; es ist doch 
auffallend, daß ein Mann, der die Notwendigkeit so klar erkannte, 
*) Thünen-Archiv, Bd. I, S. 1 ff.
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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