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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

134 
kerung der sächsischen Ebene kaum zur Schöpfung der Industrie 
beigetragen hat. Die adligen Familien schlugen auch ferner fast 
nur die militärische Karriere ein. Die Bauern und selbst die kleinsten 
Grundeigentümer (Kötter) haben einen dauernden Widerstand gegen 
die Textil- und Eisenindustrie gezeigt; und die wohlhabenden Aus 
wanderer der Stammfamilien gingen weiter nach Nordamerika, um 
dort Landgüter zu gründen. Indessen zeigten sich einige Symptome 
der Änderung in der sächsischen Ebene, als der Verfasser im Jahre 
1851 zum letzten Male Solingen besuchte. 
§ 18. Geschichte und gegenwärtige Organisation 
der halbländlichen Verlagsindustrie in blanken Waffen, 
Messerschneidewaren und Stahlwerkzeugen in Solingen. 
Die Solinger Industrie, die älteste und wichtigste in ihrer Art 
auf dem Kontinent, verarbeitet seit nahezu 100 Jahren unter den 
in § 1 angegebenen Bedingungen den deutschen Stahl des Stahl 
bergs. Dieser Stahl zeichnet sich weniger aus durch seine Voll 
kommenheit und die Gleichförmigkeit des Stoffes als vielmehr durch 
hochgradige Geschmeidigkeit und Leichtigkeit der Bearbeitung. Die 
Fabriken von Solingen haben unter diesen Bedingungen kaum die 
Absicht gehabt, Qualitätsartikel herzustellen, wie sie die Spezialität 
von London, Sheffield, Paris und Nogent (JHaute-Marne) bilden; viel 
mehr haben sie die Artikel des täglichen Gebrauchs bevorzugt. 
Sie ersetzen so durch eine raschere Fabrikation und durch den Reiz 
billiger Preise die Überlegenheit, die in bezug auf Qualität die 
ähnlichen Produkte Englands und Frankreichs bieten. Die Werk 
stätten Solingens haben überhaupt bei der Produktion aller der 
Artikel einen bemerkenswerten Vorteil, bei denen die Schmiede 
arbeit viel Handarbeit erfordert, wo folglich der Arbeiter durch 
Ausnutzen der äußersten Geschmeidigkeit des Metalls es mit einem 
viel geringeren Zeitaufwand bearbeiten kann, als bei jedem anderen 
Stahl nötig ist. Das gilt bekanntlich für die gewöhnlichen Scheeren, 
die auf vielen Märkten der Konkurrenz der anderen Fabriken Trotz 
bieten. Im übrigen bietet die Gegend dieser Industrie alle übrigen 
Elemente des Erfolgs: die Kohlen der Ruhr, die Steine zum Schleifen, 
die Wasserkraft, endlich eine Arbeiterbevölkerung, die seit langem 
mit diesen Arbeiten vertraut ist, und die sich leicht aus den länd 
lichen Gebieten Süddeutschlands ergänzt. 
Die Arbeiter dieses Bezirks, die früher auf dem Lande zer 
streut wohnten, haben sich größtenteils in die kleine Stadt Solingen 
und in die Nachbardörfer, die unaufhörlich wachsen, zusammen
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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