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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

138 
Halbbauern der Bocage in der Vendee. Dieser Teil der Bevölkerung, 
der so darauf verzichtet, die Rasse fortzupflanzen, ist genau der, 
welcher, was physische und moralische Qualität betrifft, an letzter 
Stelle steht. 
Man kann im Gegensatz dazu bemerken, daß in den Staaten, 
wo Teilung durch das Gesetz geboten ist, die Vermehrung der Rasse 
sich besonders bei der ärmsten und niedrigsten Bevölkerung findet. 
Diese Bevölkerung ist zu gleicher Zeit die, welche am wenigsten 
geeignet ist, ein gutes Auswanderungs-System zu organisieren. Die 
ärmsten Auswanderer, die in den auf der europäischen Auswande 
rungslinie liegenden Häfen Europas und Amerikas ihr Elend zur 
Schau stellen, stammen alle aus Württemberg, Baden, der Schweiz 
und den Rheinprovinzen, die das System der unbegrenzten Teilung 
der Erbschaft angenommen haben. 
Einige gelehrte Zeitgenossen haben es sich angelegen sein lassen, 
über zwei Arten der sozialen Ordnung ein Urteil abzugeben; nämlich 
darüber, wie der richtige Gleichgewichtszustand eines Staates zer 
stört oder erhalten wird, der bei glücklichen Völkern zwischen der 
Zahl der Einwohner und den Subsistenzmitteln bestehen muß. Zu 
allen Zeiten haben viele Völker diese Seite des sozialen Problems 
vollkommen gelöst; so ist es noch heute der Fall bei den Völkern des 
Nordens, die in den drei vorhergehenden Monographien beschrieben 
sind. Den Schwierigkeiten, das richtige Gleichgewicht für eine 
glückliche Bevölkerung auf einem gegebenen Territorium herzustellen, 
hat man immer durch dieselben Mittel vorgebeugt; und wenn diese 
heute endlose Debatten hervorrufen, so kommt das daher, daß die 
Gelehrten des Okzidents das Publikum durch ihre vorgefaßten Mei 
nungen verwirren, anstatt es durch die Belehrung der sozialen 
Autoritäten und durch das vergleichende Studium der glücklichen 
und der notleidenden Völker aufzuklären. Bei dieser Vergleichung 
muß man sein Augenmerk auf zwei wesentliche Umstände richten: 
auf die Fruchtbarkeit oder die Sterilität der Familien und auf den 
Überfluß oder den Mangel an Boden, über den sie verfügen. 
Die fruchtbaren europäischen Stämme zeigen dem Beobachter 
drei Hauptfälle. 
Im ersten Falle ist der Teil des Bodens, der nicht für Kultur 
zwecke in Eigentum übergegangen ist, noch von beträchtlicher Aus 
dehnung; infolgedessen haben die Familienhäupter nie Grund zu der 
Befürchtung, daß der neuen Generation die Subsistenzmittel mangeln. 
So ist es z. B. bei einigen nomadisierenden Hirtenstämmen der
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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