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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

10 
wollten. Der Onkel Le Play’s war eine neutrale Persönlichkeit, die 
die politischen Interessen den wirtschaftlichen unterordnete. Da 
durch hatte er sich auch in den mannigfachen politischen Krisen 
sein Vermögen bewahrt. Aber er war eine wahrheitsliebende Natur, 
die die Schwächen der alten wie der neuen Aristokratie mit gleicher 
Schärfe kritisierte. Über die beiden anderen Lehrer lassen wir Le 
Play selbst urteilen: 
„Der Gelehrte“, ein ehemaliger Beamter, war begeistert für die wissen 
schaftliche Bildung und hatte sich in Frankreich wie im Auslande dem Unter 
richt gewidmet. Er trug mehr als jeder andere durch sein Vorlesetalent zum 
Reiz unserer Abende bei und er leitete mich mit seltener Geduld in meiner 
eigenen Lektüre. Im Grunde seines Herzens neigte er zu Rousseau, den 
Enzyklopädisten und den Girondisten; in dieser Hinsicht wurde er an unseren 
Abenden lebhaft bekämpft. Das war besonders die Aufgabe des dritten 
Lehrers, des „Gentleman“; er ließ es sich namentlich angelegen sein, den 
beherrschenden Einfluß nachzuweisen, den die Religion auf das 
individuelle Glück wie auf die allgemeine Wohlfahrt ausübt. Als er, um dem 
Schafott zu entrinnen, aus Frankreich fliehen mußte und seiner Güter beraubt 
wurde, wollte er zunächst die Emigranten jenseits des Rheins vereinigen; 
aber er sah bald ein, daß ihre Sache verloren war. So blieb ihm bis zu seiner 
Rückkehr nach Frankreich nichts anderes übrig, als sich in Deutschland dem 
Unterricht und dem Studium zu widmen. Er sah in der Korruption der 
herrschendeu Klassen des ancien regime die Hauptursache der 
Revolution. Er hatte das bedauerliche Schauspiel der Gottlosigkeit und 
Verderbnis mitangesehen, das die Sitten der Emigranten in Koblenz, Köln 
und in den Residenzstädten darboten, welche die Gastfreundschaft der deutschen 
Fürsten ihnen angewiesen hatte: er erklärte, daß diese Mißstände in den Augen 
der Deutschen nach und nach zur Verteidigung oder wenigstens zur Ent 
schuldigung der Revolution geworden waren. Solche Lehren kehrten in leb 
haften und geistreichen Worten bei Gelegenheit der täglichen Ereignisse be 
ständig wieder; sie gaben meinem Geiste die ersten Begriffe eines moralischen 
und wissenschaftlichen Unterrichts, den mir die Schule nicht geben konnte. 
Der Zufall hat Le Play insofern begünstigt, als er ihm schon von 
den ersten Kindheitsjaliren an eine so allseitige Erziehung gab, wie 
sie nicht jedem Knaben geboten wird. Die Verschiedenheit des 
Aufenthaltsortes und der Anschauungen, die seine Lehrer ihm vor 
trugen, schärften seinen Geist früh, so daß er nicht in einseitiger 
Weise auf bestimmte Anschauungen festgelegt wurde, sondern er 
kannte, daß die politischen und sozialen Vorgänge sich in den ver 
schiedenen Köpfen ganz verschieden spiegeln. Absichtliche Täu 
schungen konnten nicht die Ursache dieser Meinungsverschieden 
heiten sein; denn seine Lehrer waren vorzügliche, hartgeprüfte 
Männer, die dem Knaben nur ihr Bestes geben wollten, um so die
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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