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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

75 
*) 0. E. I, 432 ff. 
gestanden hatte. Es galt die Lücken der Monographien auszufüllen, 
die alten Beobachtungen nachzuprüfen und neue zu sammeln. Wieder 
war Le Play sechs Sommer auf Reisen, während er die Winterzeit 
zur Abfassung der Monographien benutzte. Im Jahre 1854 war das 
Manuskript der „Ouvriers europeens“ fertig. Er hatte von 300 
beobachteten Familien 36 genauer bearbeitet, „die allenfalls genügten, 
um die Grundsätze der sozialen Reform unseres Landes darzulegen“. 
Jede Monographie zeigte die „Induktionen“, die aus ihr gewonnen 
waren. Ein zusammenfassendes Schlußkapitel behandelte „die 
Sitten und Einrichtungen, die auf Grund der Erfahrung und nach 
einstimmiger Ansicht der sozialen Autoritäten Europas für die 
Existenz jeder glücklichen Gesellschaft unentbehrlich sind“ 1 ). 
Aber gerade dieses Schlußkapitel, welches die Folgerungen ent 
hielt, ließ Le Play in der 1. Auflage der „Ouvriers europeens“ fort, 
weil inzwischen sich die politischen Verhältnisse wieder derart ge 
ändert hatten (Staatsstreich von 1851), daß jene Schlußfolgerungen 
den momentanen Gesamteindruck des Werkes gefährdet haben würden. 
Der Text der 1. Auflage beschränkte sich daher auf dasjenige, was 
unbedingt notwendig war zum Verständnis der Monographien. Erst 
in der 2. Auflage hat Le Play die Schlußfolgerungen hinzugefügt 
(vol. I ch. XVI u. XVII): die Darstellung der wesentlichen Bestand 
teile eines glücklichen sozialen Zustandes. Hierdurch macht die 
erste Auflage einen weit unbefangeneren Eindruck als die zweite. 
So ist es gekommen, daß die erste Auflage der „Ouvriers 
europeens“ das einzige der Werke Le Play’s geblieben ist, in dem 
die Politik, die Sozialreform nicht als Zweck seiner Studien offen 
zutage tritt. Aber unter der Oberfläche war sie auch dort vor 
handen. 
Man sieht: Le Play bemühte sich unendlich, aus seinen Beob 
achtungen die wesentlichen Grundlagen des Völkerglücks und aus 
ihnen die Grundsätze sozialer Reform abzuleiten. Aber diese „In 
duktionen“ waren etwas völlig anderes wie dasjenige, was er ur 
sprünglich angestrebt hatte. 
Er hatte nach vorurteilsloser, nach zwingender, nach natur 
wissenschaftlicher Erkenntnis gestrebt. Aber seine tatsächliche 
Fragestellung machte es ihm schon unmöglich, dieses Ziel zu er 
reichen; denn ersuchte die wesentlichen Elemente des Völkerglücks,
	        

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Report of the Royal Commission on National Health Insurance. Stationery Office, 1926.
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