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Le Pérou économique

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Bibliographic data

fullscreen: Le Pérou économique

Monograph

Identifikator:
1019703202
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34598
Document type:
Monograph
Author:
Walle, Paul http://d-nb.info/gnd/1057115835
Title:
Le Pérou économique
Edition:
quatrième édition entièrement revue
Place of publication:
Paris
Publisher:
E. Guilmoto, éditeur
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 387 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapitre VIII
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Le Pérou économique
  • Title page
  • Chapitre premier
  • Chapitre II
  • Chapitre III
  • Chapitre IV
  • Chapitre V
  • Chapitre VI
  • Chapitre VII
  • Chapitre VIII
  • Chapitre IX
  • Chapitre X
  • Chapitre XI
  • Chapitre XII
  • Chapitre XIII
  • Chapitre XIV
  • Chapitre XV
  • Chapitre XVI
  • Chapitre XVII
  • Chapitre XVIII
  • Contents

Full text

„Und gerade daher kommt es/' belehrte Wilhelm seinen Freund, „dass 
der Profit überall gleich ist; denn sobald er in irgendeinem Geschäftszweig 
höher ist als in dem andern, strömt sofort mehr Kapital dorthin, weil alle 
Kapitalisten natürlich an dem höheren Gewinn ihren Anteil haben wollen. 
Dadurch wird dort der Profit wieder herabgedrückt/' 
„Ja, das sagst du so", erwiderte Karl. „Wieso wird denn der Profit, 
wie du das nennst, hcrabgcdrückt, weil mehr Kapitalisten sich dem be 
treffenden Geschäftszweig zuwenden?" 
„Nun, das ist doch sehr einfach", entgegn etc Wilhelm. „Wenn mehr 
Kapital sich zum Beispiel der Hutmacherei zuwendet, dann werden eben 
mehr Hüte erzeugt, das Angebot steigt, und infolgedessen fallen die Preise. 
Wenn aber die Löhne unverändert bleiben, dann muß der Gewinn des 
Unternehmers, sein Profit, sinken." 
„Ja, dann werden aber doch", cntgegnete Karl nachdenklich, „die Hüte 
billiger verkauft, als ihr Wert ist." 
„Das ist aber doch nur vorübergehend", erwiderte Wilhelm.^„Das 
gilt nur so lange, bis der Vorteil der Hutmacher ausgeglichen ist. Sobald 
der Prosit in der Hutmacherei nicht mehr größer ist als in den anderen 
Gewerben, strömt ja kein Kapital mehr dorthin. Vielleicht war früher 
gerade zufällig eine besonders starke Nachfrage nach Hüten gewesen, viel 
leicht ist gerade eine neue Forn: in Mode gekommen. Dadurch haben die 
Hutmacher eine Zeitlang die Hüte über ihren Wert verkaufen können; jetzt 
find l'o viele aus den Markt gebracht worden, daß sie wieder billiger ge 
worden sind. So gleicht sich das immer wieder aus. Das haben wir gerade 
vorige Woche in unserer Handelsschule gelernt, und das ist auch gewiß 
wahr." 
Karl versank in tiefes Sinnen. Plötzlich wandte er sich an Wilhelm: 
„Ja, aber gilt denn das nicht geradeso für unser Beispiel? Wenn die 
Schneider ein so viel besseres Geschäft machen als die Maschinenfabrikanten, 
dann werden eben mehr Kapitalisten ein Schneidergesck>äst errichten und 
weniger Kapital wird in die Maschinenfabriken gesteckt werden." 
„Da ist aber doch ein großer Unterschied", erwiderte Wilhelm.^ „Die 
Kapitalisten gehen immer dorthin, wo mehr zu verdienen ist. Das ist ein 
mal in diesem, einmal in jenem Geschäft oder Geschäftszweig der Fall. ^Jst 
heute zum Beispiel die Hutmacherei besonders gewinnbringend, so strömt 
das Kapital so lange hin, bis der Preis der Hüte so weit gesunken ist, daß 
jetzt etwa die Korbflechterei mehr Profit einbringt als die Hutmacherei. 
Sofort wendet sich jetzt das Kapital wieder von der Hutmacherei ab und 
der Korbflechterei zu und so geht das fort. Wenn aber der Unterschied aus 
geglichen werden soll, von dem wir vorhin gesprochen haben, wenn der 
Maschinenfabrikant immer denselben Profit haben soll wie das Kleider 
geschäft, dann müßte ja immerfort zu viel Kapital in der Schneiderei und 
zu wenig in der Maschinenfabrikation stecken, dann müssten die Maschinen 
immerfort teurer verkauft werden, als sie wert sind und die Kleider immer 
fort billiger. Das ist aber doch ein Unsinn. Da kann ich mir viel eher vor 
stellen, daß eben die Arbeiter in der Maschinenfabrik nur kurze Zeit für 
stch und längere Zeit für den Unternehmer arbeiten. Wenn sie also, wie es 
im Belspiel vorhin war, 1000 Mk. Lohn bekommen, schaffen sie vielleicht 
nicht 1000 Mk. für den Kapitalisten, sondern 2000 Mk. Das würde dann 
ganz gut erklären, wieso das etwa doppelt so große Kapital des Maschinen- 
sabrikanten auch den doppelten Profit trägt, 2000 Mk. statt 1000 Mk."
	        

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Kapitalismus Und Sozialismus. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, 1920.
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