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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Monograph

Identifikator:
1019703202
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34598
Document type:
Monograph
Author:
Walle, Paul http://d-nb.info/gnd/1057115835
Title:
Le Pérou économique
Edition:
quatrième édition entièrement revue
Place of publication:
Paris
Publisher:
E. Guilmoto, éditeur
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 387 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Chapitre XI
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

236 IT. Abihnitt: Schuldverhältniffe aus Verträgen. 
Zwe im „Hecht“ I S, 125, €3 müäre vielleicht zwedmäßig, die im engeren Sinne gegel“ 
jeitigen Verträge zur jHärferen Herborhebung ihres Wefens mit Kohler, Lehrh. IT als Geaen- 
jeitigfeit8-BVerträge zu bezeichnen. 
Sm römifdhen Akttonenfyftem kam der Unterfhied zwijlden zufällig einjeitigen und 
vollfommen zweijeitigen Gejchäften aug äußerlich ar zum Ausdrucd, „Bei den unvoll- 
iommen zweifjeitigen Gefdäften erhielt nämlich die actio ihren Namen nur von dem GHaubt- 
gefhäftsinhalt. Die Klage auf die Gegenleiftung Hatte feinen befonderen Namen ; fie wurde 
nur al8 actio contraria bezeichnet (z. B. actio mandati, depositi ujm. contraria), Wo 
dagegen der Vertrag vollkommen zweifeitig war, Hatten die actiones beider Karteien regel“ 
mäßig jede ihrem befonderen Namen (3. B. actio emti — venditi, locati — conducti). 
Hierin Iiegt eine Feinheit, die wir uns nicht hätten entgehen lafjen 
tollen,“ Crome Bürgerl. N. II S. 165 Anm. 3. 
Die Beftimmungen des folgenden Titels beziehen fich nur auf die vboltommen gwei: 
jeitigen, gegenfeitigen Berträge, alio auf die Austaufhverträge und den SGefeNljdhaftavertrag 
a) Volftändig ift bei diejen die gegenfeitige Bebdingtheit (Abhängigkeit) in An- 
jebung der Entitehung des Schuldverhältniffes (genetijche Abhängigkeit). 
Die heiderfeitige Haftıng wird von einem und demjelbden Bande umfjpannt; ilt 
alio eins diefer Schuldverhältnifie ungültig, z. B. wegen anfängliger Unmög- 
lichfeit, mangelnder Beftimmtheit der Leiftung, {o {ft es aud) der ganze Vertrag. 
Val. 85 139, 142 Noj. 1. Entfteht die eine Berpflidtung nicht, {o entfteht aud 
„nicht die ‚Segenverpflidhtung,  (Crome a. a. ©. S. 169.) m 
Nidt voMjtändig ft dagegen ihre Abhängigteit (Wechjelbebingtheit) in An- 
jehung der Erfüllung (die funktionelle Abhängigkeit). 
Nebrigens fFommt e3 für die Entjcheidung der Hrage, ob ein gegen“ 
feitiger Vertrag borliegt, nidt auf den objektiven Sefhäftstypus_an,. fon 
dern auf das einzelne (fonktett) SH berhältits—eilibredhend dem das Dbli- 
gationenrecht beherrihenden Grundjaßg der VertragSfreiheit (Zypenfreiheit), vgl. 
VBorbem. zum ganzen Buch IT, Ziff. 7 S. 8 oben. Einerjeit3 {ft ein Bertrag nicht 
Idon um deswilen ein gegenfeitiger, weil er möglicdherweife al8 foldher Hätte 
vereinbart werden fönnen. Andrerjeit? können Verträge, deren gewöhnlicher 
Typus nur undolliommen zweifeitig Hit, al3 gegenfjeitige vereinbart werden, 
wenn von bornherein eine im Sinne der Barteien äquivalente Gegenleiftung 
der Hauptfleiftung gegenübertritt. So {ft z.B. der entgeltlicde Berwahrungs: 
bertrag ein gegenieitiger Vertrag. Bal. Dertmann, 2. Aufl. S. 149; Si, 
Unmöglichteit S. 4 ff. 
„Endlich ijft zu beachten, daß die 88 323 ff. BOB. nidgt notwendig auf alle 
Berbindlidgkeiten Anwendung finden, die fiH aus gegenfeitigen Ber: 
trägen ergeben. Aus legteren gehen vielfad neben den‘ typijHen und Hauptfächlihften 
Berbindlichkeiten au foldhe hervor, die weder zueinander noch zu den Hauptpflidhten des 
Vertrages im VBerhältniZ der Gegenfeitigkeit jtehen. Man denke 3. B. beim Mietvertrag an 
die Verpflichtung de8 Vermieters zum Erjaße von Verwendungen (S 547), an die Haftung 
de3 Mieters wegen Befhäbigung, an feine Pflidht zur Rücgabe der Mietfadhe ; ferner heim 
entgeltliden Bermahrungsberfrag an die Rücgabepflicht des Empfänger? (8 697), beim Bau: 
vertrag an das Recht des Unternehmers auf Einräumung einer Sicherungshypothek (S 648), 
beim Dienftvertrag an den Anipruch auf ein Zeugnis8 (S 630), bei der GefelliHaft an die 
Berbindlichteiten au3 der Sejhäftsführung (8713), an das Recht zur Prüfung der Gejichäfts 
bilder (S 716); bal. u. a. au ROTE, Bd. 54 S. 125, Bd. 57 S. 1. 
Alle diefe Leitungen [ind im Falle der Unmögligfeit nidt nad 
den 58323 ff, jondern nad den 88 275, 280 DSB. zu behandeln.“ Kild 
0. 8.0, S. 7. Das BES. Helt nämlich im Anfhluß ah daß gemeine Recht und PLR., ab- 
iveihend vom franzöfijihen Recht (code civil art. 1184) al? Srundjag die Kegel auf, 
daß, wenn der eine Vertragihliebende feine Berbindlichteit nicht erfilllt, darum der andere 
N
	        

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Das Recht Der Deutschen Sozialversicherung Nach Dem Neuesten Stande Der Gesetzgebung. Troschel, 1926.
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