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München als Industriestadt

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Bibliographic data

fullscreen: München als Industriestadt

Monograph

Identifikator:
1020784822
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33588
Document type:
Monograph
Author:
Fritz, Carl http://d-nb.info/gnd/1050470273
Title:
München als Industriestadt
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Puttkammer & Mühlbrecht, Buchhandlung f. Staats- u. Rechtswissenschaft
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (163 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Document type:
Monograph
Structure type:
Contents
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Zollfrage
  • Title page
  • I.
  • II.
  • III.
  • Zu I. Ausschlaggebende Bedeutung der Ertragshöhe, nicht der Anbaufläche
  • II. Der Schutzzoll muß sich auf alle Produkte der Landwirtschaft erstrecken
  • III. Der Zollschutz verbilligt relativ die Lebenshaltung

Full text

bedeutet also der erzielte Ertrag eine ganz besonders hochstehende 
veredelungsindustrie, an dem der nur dem Boden zu verdankende 
Ertrag einen ebenso minimalen Anleil hat wie der reine Boden⸗ 
wert am Verkauispreis. 
Zu 10. Auch der Arbeiter haf Vorlkeile von Schutzzöllen. 
Nach Ashley sind die Löhne von 1870 bis 1912 in Prozent 
von 100 auf 157 gestiegen, während Roggenbrot in der gleichen 
Zeit von 100 auf 83 fiel. Daraus geht klar hervor, daß die 
Löhne stark — übrigens mit vollem Kecht — relativ wie absolut 
gestiegen sind. Der Rüben⸗ und Hackfruchtbau, der besonders 
Dele Veute beansprucht, war es, der mit seiner Ausdehnung den 
Arbeitermangel und damit die gestiegenen Löhne auf dem Lande 
hervorrief. Die Zuckerproduktidn betrug im Jgahre 1880 24 Mil⸗ 
lionen Tonnen gegen 234 Millionen Tonnen 1913. Die Kar⸗ 
toffelproduktion betrug Io I9.466 000 Tonnen gegen 54,121,000 
Thanen 1913. Daß Zu diesen Arbeiten sehr viele Arbeitskräfte 
notwendig waren, und daß infolge des knappen Angebotes der 
Arbeiter infolge Abwanderns in die Indusirie die Nachfrage und 
damit die Löhne stiegen, ist selbstverständlich. Zugleich aber be⸗ 
deutet die schon im oͤrieden erfolgte Schlechterstellung der Land⸗ 
wirtschaft, die beklagenswerte Landflucht und damit die Kon— 
lurteng der Landarbeiter auf dem industriellen Arbeitsmarkt 
eine Erscheinung, die oft genug von Arbeiterführern zugegeben 
worden ijt. Hesse⸗Conrad sagt in seinem „Grundriß der poli— 
schen Hkonomie“ J, Seite 1207 daß „sich das Gehalt eines ordent⸗ 
lichen Profefsors am Wert des Roggens gemessen seit 1697 ver⸗ 
dreifacht, am Geld fast versechsfacht hat. Es kostete im Jahre 
16697 der Roggen 4,559 AM, im Jahre 1892 aber 8,21 AM“. So er⸗ 
klärt sich auch die eingehend aufgestellte Behauptung, daß die 
Produktion die Preise verbillige. Bei einem gleichen Verhältnis 
zwischen Lohn⸗ und Produktenpreis hätte1 Zentner Roggen im 
Jahre 1892 das Sechsfache — 26, und nicht 8,21 AM tosten 
müssen. Wenn die Landwirtschaft jetzt nicht den relativen Schutz 
erhült, den andere Berufsstände genießen, dann möge man mit 
Aien Versuchen, die Landflucht zu bannen, getrost aufhören. 
Es kann weder dem Unternehmer, noch dem Angestellten und 
Arbeiter verdacht werden, wenn sie einem Berufsstand den 
Rüucken kehren, der zum Untergang verurteilt ist. Dasselbe trat 
trotz Desraelis Warnung im Jahre 1852 in England ein. Auch 
damals „siegte die Politik der Kache“. Gern möchte England 
heute seine dandwirischaft wieder in Gang bringen. Es bewil⸗ 
gt viele Millionen Suboentionen, es wird aber nicht gelingen, 
in absehbarer Zeit die enguůsche Landwirlschaft wieder in Gang 
ju bringen. Wohl kann eine Industrie in kurzem aus der Erde 
gestampft oder umgestellt erden, micht aber ist dies bei der Land⸗ 
wirtschaft der Fall, wie nicht oft genug betont werden kann. 
Auch der Industriearbeiler muß sich darüber klar sein, daß 
sein Wohl und Wehe in erster Linie von dem Ergehen der 
Landwirischaft abhängt. Dder Binnenmarkt hat entscheidende 
Bedeutung“ für die Industrie. Der Hauptabnehmer auf 
dem Binnenmarkt ist die Landwirtschaft. Ist sie nicht in der 
1J
	        

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Zur Zollfrage. Heege, 1925.
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