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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

43 
sie den größten Abzug vom Ertrag verursachen. Der Inhaber beschränkt 
daher entweder die Zahl der Lehrer und bewirkt dadurch eine über 
starke Besetzung der Klassen, eine Überlastung des Lehrpersonals, 
oder er zahlt schlechte Gehälter und beschäftigt infolgedessen nur 
ungenügende Kräfte. Die notwendige Folge sind mangelhafte Unter- 
richtsergebnisse. Der Leiter will aber nicht nur an den Ausgaben sparen, 
sondern auch möglichst große Einnahmen erzielen und daher einen recht 
zahlreichen Besuch seines Institutes erreichen. Da dieses Bemühen 
den besten Erfolg verspricht, wenn es dem Wunsch der meisten Frauen 
nach möglichst kurzbemessener Ausbildungszeit entspricht, so sind die 
Kurse fast ausschließlich auf Schnellunterricht eingerichtet, der ein 
vollständiges Bewältigen des Lehrstoffes nicht gestattet. Diese Mängel 
wirken um so verhängnisvoller, als eine Auswahl nach Schulbildung 
und Vorkenntnissen nicht stattfindet. Lehranstalten dieser Art ver 
anlassen daher vielfach ungeeignete Kräfte, sich dem kaufmännischen 
Beruf zu widmen. 
An die Stelle solcher Schulen treten hoffentlich immer mehr die 
Unterrichtsanstalten der öffentlichen Korporationen und Verbände. 
Bis jetzt war die Zahl der Besucherinnen einer solchen Anstalt noch recht 
gering, da nur Handelsschulen mit zwei- bis dreijähriger Unterrichts 
dauer schon seit längerem bestanden; doch werden solche von Frauen 
wenig besucht, weil diese meistens schnell zu einer Stellung gelangen 
wollen. In neuerer Zeit sind auch Kurse von ein- bis eineinhalbjähriger 
Dauer geschaffen worden, der Besuch der Handelsschulen wird dadurch 
eine wesentliche Steigerung erfahren. — Je mehr die Erwerbstätigkeit 
der Frauen als dauernd angesehen wird, desto gründlicher muß die 
Ausbildung sein. Die Handelsschulen wollen daher Gelegenheit geben, 
sich in den handelswissenschaftlichen, sprachlichen und kaufmännischen 
Fächern auszubilden. Gewinnerzielung und Ausbeutung liegt nicht in 
der Absicht der Gründer, diese sind nur von dem Wunsche geleitet, die 
fachliche Ausbildung auf eine höhere Stufe zu bringen. — Die Dauer 
der Kurse hat man auf mindestens ein Jahr festgesetzt, damit der vor 
liegende Stoff auch wirklich durchgearbeitet und von den Schülerinnen 
auch erfaßt, nicht nur mechanisch erlernt wird. Der Unterricht baut 
sich auf einem festgelegten Plan auf und umfaßt alles, was die Kontor 
angestellte in ihrem Beruf wissen muß. Damit der Unterricht keine 
unnötigen Erschwerungen und Verzögerungen erleidet, wird eine sorg 
fältige Zusammensetzung der Klassen nach der Schulbildung getroffen. 
Nur durch solche Maßnahmen kann das Vorgesetzte Ziel erreicht werden. 
Neben Sonderanstalten für das kaufmännische Personal bilden jetzt 
die Fortbildungsschulen einen wichtigen Faktor für die Ausbildung. 
Zwar ist die Anteilsziffer nach den Erhebungen noch recht gering, aber
	        

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Die Frau Als Kaufmännische Angestellte Im Handelsgewerbe. Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke), 1915.
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