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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

108 
einiger Zeit verlassen werden, da hintereinander mehrere Höhlen durchbohrt 
wurden. Das Bohrloch Nr. 5 befand sich in der Nähe von Nr. 2; man stand 
hier 50 Fuß im Steinsalz, ohne dieses durchbohrt zu haben. Geologisch inter 
essant war das Bohrloch Nr. 6, das man etwa 4000 Fuß nordwestlich vom 
Bohrloch Nr. 2 niedergebracht hatte. Das Bohrloch Nr. 6, welches im Aus 
gehenden lag, ergab bereits bei 503 Fuß Tiefe Steinsalz, das allerdings nur 
144/2 Fuß mächtig war. Nach dem Steinsalz durchbohrte man Gips von etwa 
22 Fuß Mächtigkeit und hiernach traf man wellenförmigen Kalkstein an, den 
man nach 10 Fuß verließ. Alle diese Bohrarbeiten gingen unter der Leitung 
des verdienstvollen Salinen-Verwalters Friedrich von Alberti vor sich, dessen 
bedeutsamen Erfolge in der Wirtschaftsgeschichte Württembergs stets einen ehren 
vollen Platz einnehmen werden. Die geologischen Ergebnisse des Bohrloches 
Nr. 6 veranlaßten v. Alberti, das Bohrloch Nr. 7 aus Gründen der Unwirt 
schaftlichkeit zu verlassen. Das Bohrloch Nr. 7 lag noch mehr am Ausgehen 
den ; besonders zwangen jedoch die großen Höhlungen mit ihren unvermeidlichen 
Nachstürzen des Gesteins, sowie der tiefe Stand der Horizontalgewässer (338 Fuß) 
dazu, das Bohrloch aufzugeben. Nach der Auffassung v. Albertis war das 
Bohrloch Nr. 7 als der Grenzpunkt des Steinsalzlagers der dortigen Gegend 
aufzufassen. Diese sämtlichen 7 Bohrlöcher wurden bis zum Juli 1824 nieder 
gebracht; wesentlich später folgte das Bohrloch Nr. 8, das im Jahre 1836 an 
gesetzt wurde. Sämtliche Bohrlöcher verursachten einen Kostenaufwand von 48811 fl. 
7 kr. Die Förderung der vollötigen Sole von 27 0 wurde zu Anfang aus 
dem Bohrloch Nr. 2 mittels Menschenkraft bewirkt. Im Jahre 1824 entschloß 
man sich jedoch zwischen Bohrloch Nr. 2 und Nr. 5 einen Pferdegöpel zu er 
bauen, durch welchen die Soleförderung beider Bohrlöcher besorgt wurde. Ueber 
Bohrloch Nr. 3 wurde im Jahre 1829 zum Zwecke der Soleförderung eine 
Windmühle erbaut. Bevor wir weitere Angaben über die geschichtliche Ent 
stehung und Gründung der kgl. Saline Schwenningen geben, wollen wir im 
Nachfolgenden noch eine Uebersicht über die Bohrlöcher und ihren geologischen 
Charakter mitteilen ] ): 
Bohrlöcher der Ngl. württ. Zaline schwennmgen. (Mächtigkeit in württ. Fuß.) 
Gebirgsart. 
" 5« 
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0 g 
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s 6 
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33 * 
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§ ~ 
Bohrloch No. 6 
u. 7. 4000 Fuß 
nordwestlich von 
No. 2. 
CO °f 
>3 «jo. 
KZ 
Keuper, Gips u. Mergel 
173 
108 
75 
76 
106 
72 
51 
62 
Lettenkohle 
22 
12 
33 
13 
12,5 
10,5 
4,5 
44,5 
Hauptmuschelkalk 
293 
181,5 
161 
68 
vor Ort 
Köhlen 
184 
235,5 
241 
248 
Gips und Anhydrit 
99 
Gestänge 
bruch 
265 
265 
267 
185 
148,5 
vor Ort 
Gips. 
176 
Steinsalz 
37 
vor Ort 
50 
Steinsalz 
50 
vor Ort 
Steinsalz 
14 
57,3 
Anhydrit mit Salzton 
— 
_ 
— 
— 
— 
31 
— 
10,2 
Wellenkalk 
10 
vor Ort 
Wellen 
kalk 
Ganze Teufe: 
587 
603,5 
584 
157 
619,5 
558 
445 
598 
1) Kgl. statist -topograph. Bureau, Beschreibung des Oberamts Rottweil (Berg 
rat Keller). Stuttgart 1875, S. 521.
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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