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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

151 
160 in und mit einer Mächtigkeit von 38 in fündig. Die Mutung wurde sogleich von 
der Stadt Heilbronn unter dem Namen Grubenfeld „Heilbronn IV" eingelegt. An 
diesem Grnbenfeld war Freiherr von Perglas insofern mitbeteiligt, als man kurz 
vorher mit ihm einen Vertrag geschlossen hatte, der eine weitere konkurrierende 
Tätigkeit des Freiherrn von Perglas gegen Entschädigung der Mitbeteiligung 
verhinderte. Im folgenden Jahre 1883 wurde dann noch eine 5., 6. und 7. 
Bohrung durchgeführt, die teilweise schön in die Zeit der Gründungsverhandlnngen 
fielen. Eine dieser im Aufträge der Stadt unternommenen Bohrungen hinter 
der Böllinger Mühle wurde am 27. April 1883 in einer Tiefe von 158 in 
und in einer Mächtigkeit von 36,8 in fündig. Sowohl diese als Grubenfeld 
„Heilbronn V" bezeichnete Bohrung, wie auch die zwei letzten Bohrungen — 
„Heilbronn VI" bei Biberach mit einer Mächtigkeit von 32 in bei 161 m 
Tiefe und „Heilbronn VII" bei Frankenbach mit 20 in Mächtigkeit bei 188,8 in 
Tiefe — wurden von der Stadt Heilbronn übernommen. Die beiden letzter- 
wähnten Bohrungen waren bereits auf Rechnung des zusammengetretenen Ka 
pitalkonsortiums erfolgt. Die Stadt Heilbronn war so nach einer erfolgreichen 
ziveijährigen Bohrarbeit in den Besitz eines Bergwerkseigentums von 16 Mil 
lionen Quadratmetern gekommen, was einer Fläche von einem Quadrat mit 
4 km Seitenlänge entsprach. Oertlich ragt das Bergwerkseigentum weit über die 
eigentliche Stadtmarkung hinaus. In Norden erstreckt es sich bis Obereisesheim, 
im Osten bis an den Fuß des Wartberges, im Süden bis Bückingen, im Süd 
westen bis Frankenbach und im Nordwesten bis Biberach. 
Ueber den Fassungsinhalt des Salzlagers vom Salzwerk Heilbronn liegen 
nach vr. Ernst Jacckh folgende Berechnungen vor. Bei einer verliehenen Abbaufläche 
von 16 000000 qm und 40 m Mächtigkeit ergeben sich 640 Millionen obrn 
Salz, d. h. beim spezifischen Gewicht -2,13:363 Millionen Tonnen Salz 
— 1 363 000 Millionen kg Salz. Rechnet man wegen des notwendigen Stehenblei 
bens der Sicherheitspfeiler nur einen Abbau von einem Viertel des Salzlagers, 
so verbleiben 340000 Millionen kg Salz als effektive Produktionsmenge. 
Nimmt man eine jährliche Förderung von 2 Millionen Zentner oder 1 Mil 
lion Doppelzentner oder 100 Millionen kg Salz an, so würde sich für das 
„Salzwerk Heilbronn" eine Lebensdauer von 3400 Jahren und bei doppelter 
Förderung von 1700 Jahren ergeben. Naturgemäß würde dann eine Reihe 
neuer Schächte für den Abbau notwendig werden. Auf jeden Fall ist aus die 
sen Berechnungen zu entnehmen, daß die Salzlager nur Heilbronn für Jahr 
hunderte ausreichen und so unberechenbare Werte darstellen. 
Bildeten so die geschilderten Bohrarbeiten die Einleitung zur Gründung 
des „Salzwerkes'Heilbronn", so kommen wir nunmehr zum eigentlichen zwei 
ten Kapitel, der Finanzgeschichte der Gesellschaft. Auf Grund eingehender berg 
technischer Untersuchungen kam am 14. Juni 1883 in Baden-Baden zwischen 
dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Württembergischen Vereinsbank in Stuttgart, 
vr. Kilian Steiner und den Heilbronner Stadtvertretern Oberbürgermeister 
Wüst, Gemeinderat Lichtenberger und Bürgerausschußmitglied Adolf Feyerabend 
folgendes Abkommen zustande. Ein zu bildendes Konsortium „Salzwerk Heilbronn" 
sollte an die Stadt für den bewirkten Bohraufwand eine Barzahlung von 
100000 Mk. als Entschädigung zahlen. Die zu gründende Gesellschaft trägt 
ausschließlich und allein das Risiko. Die Stadt wird am Reingewinn beteiligt 
und erhält nach 99 Jahren von der zu errichtenden Aktiengesellschaft das Berg 
werkseigentum zurück.
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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