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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

Object: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

160 
der 2. Sohle in Verbindung steht. Der Einfall der frischen Wetter erfolgt 
nun in den Fördertrummen, wobei die Wetter ihren Wez unmittelbar bis zur 
3. Sohle nehmen, während der Auszug der verbrauchten Wetter im eigentlichen 
Wettertrumm vor sich geht. Zur maschinellen Bedienung des Wetterzuges hat 
in dem über Tage gelegenen Wetterkanal ein Saugventilator (System Pelzer) 
Aufstellung gefunden. Das Flügelrad des Ventilators besitzt einen Durchmesser 
von 1600 mm bei 400 mm Auswurfbreite. Neben den 12 Flügeln des Saug 
ventilators sind noch 12 Schaufeln des Schraubenventilators tätig. Der Venti 
lator leistet bei 270 Umdrehungen in der Minute eine Wettermenge von 1230 
cbm. Durch Wettertüren mit Schiebern auf den Strecken ist dafür gesorgt, 
daß jeder Abbauort einen besonderen und genügenden Luftstrom zugeführt erhält. 
Verfasser hatte beim Befahren der Grube im April 1909 Gelegenheit, sich von 
dem ausgezeichneten Zustand der Bewetterung persönlich zu überzeugen. 
Eine besondere Anlage stellt die Mühle dar, welche mit dem Steinsalz 
magazin verbunden ist. In dem 80 m langen, 20 m breiten, vierstöckigen 
Gebäude des Steinsalzmagazins liegt die Mühle im nördlichen Teil desselben, 
während der südliche Teil das eigentliche Magazin bildet. Zweck der Mühle 
ist, die Behandlung desjenigen geförderten Salzes zu übernehmen, welches als 
Steinsalz in den Handel gebracht werden soll. Die Mühle steht mit dem Schacht 
durch eine Brücke in Verbindung. Die Brücke nimmt ihren Weg von der Ab 
zugsbühne in 7 m Hohe zum 3. Stockwerk der Mühle, wobei die Brücke das 
Bahngeleise überschreitet. Auf der Brücke befindet sich eine Kontrollwage. Die 
maschinelle Einrichtung der Mühle ist folgende. Im 3. Stockwerk befinden sich 
4 Kreiselwipper, unter welchen im 2. Stockwerk 4 Vorbrecher stehen. Das 1. 
Stockwerk enthält 8 Mahlgänge und 1 Leseband. Vom Erdgeschoß bis zum 
Dachgeschoß gehen 4 Elevatoren, desgleichen sind 2 Aufzüge im Betrieb. Das 
Dachgeschoß enthält 4 Doppelsiebe mit Transportschnecken. Die Vorbrecher sind 
ihrer Konstruktion nach sogenannte Kaffeemühlen, die aus einem zylindrischen 
Mahlrumpfe mit darin befindlichem senkrecht rotierendem Kegel bestehen. Der 
Kegel bewirkt mit seinen Zähnen die Mahlarbeit, wobei er 34 Umdrehungen 
in der Minute leistet. Jeder Mahlrumpf schneidet mit seinem oberen Kranz 
am Boden des 2. Stockwerks ab. Die Anordnung der Mahlgänge ist unter 
läufig, was den Vorzug hat, daß das auf dem Unterstein lagernde Mahlgut 
infolge der Zentrifugalkraft selbsttätig an die Peripherie zum Ueberfall gebracht 
wird. Hierbei ergibt sich allerdings der Nachteil, daß das Steingewicht und der 
Mahldruck auf dem Spurlager lastet. Die Steine besitzen einen Durchmesser 
von 1250 mm, die Dicke beträgt 300 mm. In der Minute leistet der Mahl 
gang 120 Spiele. Die Elevatoren arbeiten mit Bechern, die an Ketten ange 
bracht sind. Die Konstruktion der Siebapparate zeigt einen Kasten, in dem sich 
2 konische, mit einander verbundene Siebe um eine horizontal gelagerte Achse 
bewegen. Die Siebe leisten 10 bis 1.2 Umdrehungen in der Minute. Mit den 
Siebapparaten stehen die Transportschnecken in Verbindung. 
Der Fabrikationsverlauf in der Mühle vollzieht sich in folgender Form: 
Nachdem die Fvrderwagen vom Schacht bis zum 3. Stockwerk der Mühle an 
gefahren sind, erfolgt durch die 4 Kreiselwipper Entleerung des Fördergutes 
nach dem 2. Stockwerk. Dort geht ein Zerkleinern des Gutes vor sich, auch 
wird hier das Auslesen der Berge durch Knaben bewirkt. Hierauf wird das 
ausgelesene Gut in die 4 Vorbrecher geschaufelt. Die Vorbrecher mahlen das
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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