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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

80 
sches Lehen in den Händen von Privatpersonen, die nach der Form der Sie 
derschaft die Gesiede, im ganzen vierzehn, unter sich verteilten. Insgesamt wa 
ren 14 Pfannen vorhanden. Jeder Sieder konnte abwechslungsweise den Brun 
nen eine Woche lang benutzen. Im Jahre 1735 kaufte Württemberg sämtliche 
Anteile der Siederschaft an, sodaß von dieser Zeit an die Saline Sulz in staat 
liche Verwaltung überging. In der Mitte des 18. Jahrhunderts zeigte die 
Sole einen so geringen Gehalt, daß die Verarbeitung derselben kaum noch mit 
Nutzen betrieben werden konnte. Man berief daher einen in jener Zeit weit 
bekannten Salinenkundigen, den' dänischen und kurpfälzischen Geheimen-Rat 
v. Beust, welcher der Saline ihren alten Solegehalt wieder verschaffen sollte. 
Beust ließ etwa 20 Schuh vom alten Brunnen entfernt einen neuen Schacht 
abteufen und erzielte hiermit 1748 auch eine 3°/» starke Soole, die jedoch im 
nächsten Jahr wieder auf 1 °/> sank. Noch schlimmer war, daß die alte Quelle 
durch den neuen Schacht geschwächt wurde, da zwischen beiden sich eine Kom 
munikation eingestellt hatte. Alles dies waren Erscheinungen, welche die geringe 
wissenschaftliche Entwicklung der Salinenkunde in damaliger Zeit zur Ursache 
hatten. Im Jahre 1759 wurden die Bohrarbeiten auf den unteren Solen 
strich ausgedehnt. Man brachte das hinterste Gesenke auf 50 Lachter Tiefe, 
wodurch der untere Solenstrich erreicht und eine 5 prozentige Sole erbohrt 
wurde, die stündlich 660 Maß lieferte. Allein auch hier sank der Gehalt der 
Sole bald auf 3%. In den 1780 er Jahren teufte man den alten Hallerden 
schacht auf etiva 80 Fuß ab, in welcher Tiefe man dann sogenannte Reservat- 
Oerter auf Steinsalz trieb, das sich von hier aus in bedeutenden Trümmern ins 
Gebirge schob. Man förderte viel Hallerde (salzhaltigen Tongips), der sich uni 
jene Zeit die Landwirtschaft als Düngemittel im ausgedehntesten Maße zu be 
dienen begann. Der Hallerdenschacht zeigte jedoch in dieser Tiefe kein erheblich 
anstehendes Steinsalz, man teufte daher weiter ab und stieß zuletzt auf eine 
2% starke Sole, was zur Folge hatte, daß die Reservat-Oerter unter Wasser 
gesetzt wurden. Um dieselbe Zeit begann man auch das neue hinterste Gesenke, 
das im Jahre 1809 durch einen Durchschlag mit dem alten hintersten Gesenke 
verbunden wurde. Nach Fertigstellung dieser Arbeiten ergaben beide Gesenke 
stündlich 1100—1200 Maß 3 prozentige Sole. Im Jahre 1794 wurde der 
neue Hallerden-Schacht begonnen, da der alte Schacht zu nahe am neuen Stollen 
lag und man anderseits Wasserzuflnß befürchtete. In der Zeit von 1804 bis 
1815 brachte man noch mehrere Schächte auf der Saline Sulz nieder. Erheb 
liche Verdienste um die technische und bauliche Entwicklung hatte sich der Salz- 
faktor und Rat Georg Friedrich Heß, sowie der Salinen-Jnspektor Joh. Georg 
Schmid Ende des 18. Jahrhunderts erworben. Den Anregungen des letzteren 
Salinen-Jnspektors Schniid hatte man im wesentlichen das Erbohren der neuen 
Salzquellen zu verdanken. 
Im Jahre 1788 zeigte die Herzogl. Saline zu Sulz folgenden Betriebs 
umfang *). Für die Solenfördernng standen im Betrieb: die älteste Quelle im 
mittleren Gesenke, welche stündlich 3—4000 Maß gab; zweitens die Quelle 
von 1763 im hintersten Gesenke, mit einer stündlichen Leistung von 1100 bis 
1200 Maß Sole; drittens die im Jahre 1782 erbohrte Quelle im alten 
1) Prof. Friedr. Rösler, Naturhistorische und Technologische Nachrichten von 
der Saline zu Sulz. Tübingen 1788, Seite 66 f.
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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