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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

81 
'Hallerden-Schacht, welche stündlich etwa 1000 Maß lieferte. Um dieselbe Zeit 
besaß die Saline zwei alte und fünf neue Gradierhäuser. Das älteste Gradier 
werk wurde im Jahre 1738 erbaut; das zweite Gradierwerk hatte man gänzlich 
außer Betrieb gesetzt. Die neueren Gradierhäuser hatten eine Länge von 900 
bis 1100 Fuß. Die Gradierhäuser standen in unmittelbarer Nähe des Neckars. 
Im Jahre 1788 befanden sich insgesamt 3^/z Gradierhäuser im Betrieb. Bon 
den Gradierwerken führte man die Sole mittels Röhrenleitung in das Siede 
haus, welches mit einer kupfernen und einer eisernen Siedepfanne ausgerüstet 
war. Die Dimension der eisernen Pfanne betrug 22 Fuß lang, 8 Fuß breit 
und 1 Fuß hoch; die kupferne Pfanne zeigte dieselben Maße, nur betrug die 
Länge hier 10 Fuß. Die Oefen besaßen eine Länge von 30 Fuß mit durch 
gehender Feuerung unter beiden Pfannen. Außerdem bediente man sich kleiner, 
sogenannter Setzpfannen, in welchen vornehmlich die Fabrikation des Viehsalzes 
erfolgte. Die Sudzeit der Solen betrug in der Regel 6 Tage, nur die Sole 
ans dem hintersten Gesenke erforderte eine Sudzeit von 12—14 Tagen. Ander 
seits wurden in der Sommerszeit oft 11 bis 14 Sudprozesse durchschnittlich im 
Monat ausgeführt. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts brachte man mehrere 
Schächte auf den oberen Solenstrich nieder, die anfangs mit einem gewissen 
Erfolge Sole ergaben, später aber so im Gehalt nachließen, daß es unlohnend 
wurde, sie weiter zu benutzen. Im Jahre 1818 begann man mit dem Abteufen 
des vorderen tiefen Gesenkes, das man bis auf den Muschelkalk trocken nieder 
brachte. Die poröse Schicht des Muschelkalkes ergab dann eine Sole, die in 
24 Stunden nicht mehr als 120 Kubikfnß 3 prozentigen Gehaltes ergab. Nach 
deut man die roten Tonflöze durchsunken hatte und das Bohrloch noch 30 Fuß 
im roten Sandstein weitergeführt wurde, stellte man die Arbeiten als erfolglos 
ein. Man hatte beabsichtigt, diesen Schacht ntit dem 800 Fuß entfernten neuen 
hinteren Gesenke mittels einer Strecke zu verbinden, um so alle Solen von 
dem alten und neuen hinteren im neuen vorderen Gesenke heben zu können. 
Unter Beobachtung jeglicher Vorsicht ivollte man dann eine 6 Fuß mächtige 
Gipsschicht auslaugen, die sich in den oberen Lagen des Muschelkalkes befand. 
Dieser Plan mißlang jedoch, da ein zu früher Anbruch der oberen Solen er 
folgte, die mit 1^/j°/o Gehalt angehauen wurden. Die oberen Solen traten 
bald in so großer Menge ans. daß sie den Schacht unter Wasser setzten, wodurch 
alle Abteufarbeiten, die bereits auf 325 Fuß gediehen ivaren, vernichtet wurden. 
Das Auftreten der Wasser im vorderen tiefen Gesenke hatte eine auffallende Zu 
nahme der Sole im hinteren alten Gesenke zur Folge, sodaß auch diese nicht 
mehr zu bewältigen war. Das Ersaufen des Schachtes führte weiter zu dem 
schwerwiegenden Verlust, daß auch der neue Hallerden-Schacht unter Wasser ge 
setzt wurde, wodurch die Produktion des Hallerden-Materials eingestellt werden 
mußte. 
Bon Interesse dürften einige Daten über die jeweiligen Produktionsleistun 
gen der Saline Sulz in den verschiedenen Zeiträumen sein 1 ). So betrug die 
jährliche Produktion um das Jahr 1571 rund 6000—6500 Ztr., um 1568 
noch 14 850 Ztr., um das Jahr 1594 bei dreigradiger Sole etwa 9000 Ztr., 
um 1626 etwa 5600 Ztr., 1627 etwa 10 350 Ztr., 1633 etwa 8550 Ztr., 
1) Kgl. statist. topoar. Bureau, Beschreibung des Oberamts Sulz... Stuttgart 
1863, Seite 118 f. 
Neumann, Salzbergbau und Salinenwesen in Württemberg. ft
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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