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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

87 
eine 4%tge Verzinsung von dem investierten Kapital, so arbeitet Sulz mit 
einem Verlust von zirka 6%, währenddem unsere anderen Salinen eine Rente 
von 15,38 % liefern". 
In der genannten Sitzung der Kammer trat nunmehr der Abg. Böhm 
(Sulz) für den Fortbestand der Saline mit warmen Worten ein. Nicht mit 
Unrecht führte der Abg. Böhm aus, daß Stadt Sulz und Saline Sulz seit 
Jahrhunderten innig verbundene Begriffe sind. Mit Recht wurde darauf auf 
merksam gemacht, daß mit Aufhören der Saline die in den benachbarten Be 
zirken ansässige kleine Landwirtschaft des billigen und guten Düngemittels der 
Hallerde verlustig gehen würde. Die Stadt selbst genießt hierdurch einen wirt 
schaftlich wertvollen Handelsverkehr, da die Bauern, welche die Hallerde ab 
holen, oft zu 100 bis 150 Fuhrwerken an einem Tage in Sulz erscheinen. 
Ferner würde mit der Aufgabe der Saline auch das seit einigen Jahrzehnten 
bestehende Solbad zu Sulz in seinem Bestände bedroht sein. Gerade in der 
Gemeinde Sulz hat sich in den letzten Jahren auf Grund des Solbades ein 
lebhafter Fremdenverkehr entwickelt, was auch zur Errichtung eines größeren 
Badehotels geführt hat. Die Stadt Stuttgart hat im letzten Jahr 200 Kinder 
zur Erholung in dieses freundliche kleine Schwarzwaldbad Sulz geschickt. Diese 
Entwicklung zur Badestadt würde durch das Eingehen der Saline zweifellos 
schwer geschädigt iverden. Und noch ein dritter Grund spricht für die Erhaltung 
der Saline; denn mit deren Stillegung würde die bisher von Sulz aus er 
folgte Kochsalzversorgung der umliegenden Oberämter vermutlich der im benach 
barten Hohenzollern befindlichen kgl. preuß. Saline Stetten zufallen. Die An 
nahme, daß die Kochsalzproduktion von Sulz seitens der Saline Wilhelmshall 
übernommen werden könnte, dürfte sich nur zum Teil verwirklichen. In Wür 
digung dieser Tatsachen ist denn auch die Stellung der Württembergischen Re 
gierung vorläufig auf eine Erhaltung der Saline Sulz gerichtet. Mit bezug 
hierauf machte der Württembergische Staatsminister der Finanzen v. Geßler in 
der Kammer-Sitzung vom 7. Juni 1909 folgende Ausführungen: „Wenn so 
dann die Verwaltung in dem vorliegenden Etat von einer Aushebung der Sa 
line Sulz absehen zu sollen geglaubt hat, so ist sie hiebei davon ausgegangen, 
daß die Verhältnisse dieser Saline nicht so beschaffen sind, daß eine Aufhebung 
der Saline, wenigstens zur Zeit und so lange als die bestehenden Verhältnisse 
fortdauern, als eine Notwendigkeit angesehen werden könnte, denn man wird 
immerhin mit der Saline mit einer, wenn auch bescheidenen Rente noch rechnen 
können und außerdem kommt in Betracht das Bedürfnis, das sich in der ganzen 
Umgegend für die Beschaffung von Hallerde gezeigt hat" l ). 
In den weiteren Verhandlungen wurde noch darauf hingewiesen, daß sich 
eine Versetzung der Arbeiter an andere Staatssalinen schwer durchführen lassen 
würde, da ein großer Teil der Arbeiter Hans und Acker besitze. Bedenken 
fanden die hohen Verwaltungskosten der Saline. Der Beamtenapparat umfaßt 
einen Salinenverwalter mit 4500 M., einen Platzmeister mit 2200 M. und 
einen Kanzleilehrling mit 500 M. Jahresgehalt. Es wurde in Vorschlag ge 
bracht, die Verwaltung teilweise von der Kgl. Saline Wilhelmshall mitbesorgen 
zu lassen. Die württembergische II. Kammer kam zu folgendem Ergebnis. Der 
Antrag der Finanz-Kommission gelangte zur Annahme. Hiernach hätte also die 
1) Verhandlung d. württ. II. Kammer. Protokoll Band 2, S. 967.
	        

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Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
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