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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

104 HI. Die Ausbildung des Fabrikbetriebes von 1870 bis zur Gegenwart. 
derjenigen Englands und Hollands. So wurden die deutschen 
Ölmühlen zu immer weiteren Fortschritten gedrängt, indem sie 
gezwungen wurden, auf ständige weitere Herabsetzung der Pro 
duktionskosten bedacht zu sein, die kleineren Ölmühlen, um 
sich ihre Absatzgebiete gegenüber den größeren billiger pro 
duzierenden zu erhalten, die größeren, um die ausländische Kon 
kurrenz vom deutschen Markte zu verdrängen bzw. femzu- 
halten. Diese Bestrebungen nach einer möglichst großen Herab 
setzung der Unkosten haben uns die großindustrielle Entwick 
lung in der Ölmüllerei gebracht, und zwar sind es vornehmlich 
drei Momente, welche von Einfluß auf diese Entwicklung ge 
wesen sind. Unter den treibenden Kräften gebührt der Haupt 
anteil der Technik; mit ihr müssen wir uns daher an erster Stelle 
beschäftigen. 
Wir haben im vorigen Abschnitte gesehen, daß die Einfüh 
rung der neuen Technik eine bedeutende Betriebsvergrößerung 
in den meisten Fällen zur Folge hatte. Parallel mit dieser Zu 
nahme der Zahl der Maschinen und des täglich verarbeiteten 
Saatquantums ging, wie ich ebenfalls ausgeführt habe, eine 
bedeutende Vermehrung der Arbeiterzahl. Als nun mit dem 
großen Aufschwünge aller Industriezweige in den siebziger 
und achtziger Jahren eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften 
sich einstellte und infolgedessen die Arbeitslöhne bedeutend 
stiegen, machte sich in der Ölindustrie allmählich das Bestreben 
geltend, die Handarbeit nach Möglichkeit durch mechanische 
Mittel zu ersetzen, um auf diese Weise die Produktionskosten 
herabzumindern. War in der verflossenen Zeitperiode das Be 
streben der Techniker in erster Linie auf möglichste Ausnutzung 
des Rohstoffes durch intensivere Arbeitsmethoden gerichtet ge 
wesen, so trat nunmehr der Ersatz der „Arbeit“ durch „Ka 
pital“ in den Vordergrund. Dadurch entstanden für die Tech 
nik neue Aufgaben. 
Stellen wir zunächst einmal fest, wo bisher überall Hand 
arbeit in den Ölmühlenbetrieben erforderlich war. Zu diesem 
Zwecke wollen wir uns noch einmal kurz den Fabrikationsgang 
vergegenwärtigen: War die Ölsaat im Fabrikhof angekommen, 
so wurde sie zuerst zur Einlagerung in die Saatspeicher beför 
dert. Dort wurde sie meistens lose in einer mehrere Zentimeter 
hohen Schicht ausgebreitet und durch tägliches Umschaufeln 
(namentlich bei frischer Saat) trocken erhalten. Zur Verarbei
	        

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Die Deutsche Ölmüllerei. Druck von Oscar Brandstetter, 1913.
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