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Bibliographic data

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Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

14 
Einleitung. 
“) Hefter, 1. c. Bd. III, S. 51. 
928151 Doppelzentner.) Ich schließe mich aus diesen Oründen 
vollkommen der Ansicht Hefters an, welcher in seiner „Tech 
nologie der Öle und Fette“ schreibt 11 ): „Die heimische Landwirt 
schaft vermag also keinesfalls den notwendigen Bedarf an Butter 
und Speisefett zu decken, und es muß vom volkswirtschaftlichen 
Standpunkt aus mit Freude begrüßt werden, wenn gleich nähr 
kräftige und verdauliche, dabei aber billigere Ersatzstoffe für 
Naturbutter und Schweinefett im Inlande erzeugt werden. Die 
immer neuen Belastungen, die man der Margarine- und Speise 
fettindustrie aufzuerlegen bestrebt ist, müssen daher als ver 
kehrte Maßregeln bezeichnet werden, ebenso wie eine gewisse 
passive Resistenz, die man dieser Industrie vielfach entgegen 
bringt (es sei nur daran erinnert, daß Kunstbutter nicht ohne 
weiteres mit Eilzügen verfrachtet wird wie z. B. Naturbutter), 
unangebracht ist.“ 
Außer als Genußmittel finden die Öle Verwendung zu tech 
nischen Zwecken und als Rohstoffe anderer Industrien. Tech 
nischen Zwecken in rohem und raffiniertem Zustande dient in 
erster Linie das Rüböl. Während der größeren Hälfte des 
vorigen Jahrhunderts war das Rüböl das am meisten in Deutsch 
land hergestellte Öl, und zwar fand es zum allergrößten Teile 
Verwendung als Brennöl und Schmieröl. Mit dem Aufkommen 
der Petroleum-, Gas- und elektrischen Beleuchtung und der 
Einführung der billigen Mineral-Schmieröle hat das Rüböl diese 
Vormachtstellung verloren. Als Brennöl findet es heute nur 
noch sehr beschränkte Verwendung, hauptsächlich im Bergbau 
als Grubenlicht, im Eisenbahnbetrieb als Signallicht und zur Be 
leuchtung der Eisenbahnwagen, in den katholischen Kirchen als 
„ewiges Licht“ und im Haushalt als Nachtlicht. Als Schmieröl 
hat das Rüböl von seinem Konkurrenten, dem Mineralöl, nicht 
so vollständig verdrängt werden können; es hängt dies damit zu 
sammen, daß dem Rüböl und auch den anderen als Schmierölen 
benutzten pflanzlichen Ölen bestimmte Eigenschaften (vor allem 
ist hier die Eigenschaft der Pflanzenöle zu nennen, bei wachsen 
den Temperaturen ihre Viskosität nicht in gleichem Maße wie 
die Mineralöle zu verlieren) eigen sind, die sie als Schmieröle 
besonders geeignet machen. Infolge des großen Preisunter 
schiedes zwischen Pflanzen- und Mineralschmieröl ist aber auch
	        

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Die Deutsche Ölmüllerei. Druck von Oscar Brandstetter, 1913.
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