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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

3. Die Produktionsverhältnisse in der Ölmüllerei um 1800. 45 
Fasse ich die Ergebnisse meiner bisherigen Untersuchungen 
noch einmal zusammen, so kann ich folgendes feststellen: Ob 
wohl in zahlreichen Betrieben über das ganze Land verbreitet, 
ist die preußische Ölmüllerei um 1800 infolge der geringen Pro 
duktivität der meisten Betriebe nicht in der Lage, die im Inlande 
gezogenen Rohmaterialien sämtlich zu verarbeiten und den ganzen 
Ölkonsum Preußens zu decken. 
Entsprechend ihrer natürlichen Gebundenheit an den Boden 
wurde die Ölmüllerei ursprünglich meistens als landwirtschaft 
liches Nebengewerbe betrieben: die Bauern preßten die Samen 
und Früchte mit den allereinfachsten Apparaten aus und be 
nutzten das so gewonnene Öl zur Deckung des eigenen Be 
darfes. Mit dem Aufkommen der Stampfwerke, Ölgänge, Keil- 
und Schraubenpressen wurde die Technik der Ölgewinnung zwar 
verbessert, dem kleinen Landwirt war es aber nun vielfach nicht 
mehr möglich, diese verhältnismäßig teuren Maschinen anzu 
schaffen. So entstand, da natürlich jeder möglichst viel Öl aus 
seinem Samen gewinnen wollte, die Lohnmüllerei und verdrängte 
in vielen Fällen das Hauswerk. 
Um 1800 ist die Lohnmüllerei die überwiegende Betriebs 
form, und zwar wird sie entsprechend ihren schwer transportier 
baren Produktionsmitteln als Heimwerk betrieben 27 ). Meistens 
waren die Lohnmüller Gewerbetreibende, welche die Ölmüllerei 
als Hauptbeschäftigung trieben, in manchen Gegenden aber gab 
es auch Landwirte, welche die ölstampfen bzw. Roßölmühlen 
ursprünglich nur zur Eigenproduktion bestimmt hatten, sich 
später aber zur besseren Ausnutzung und Verzinsung der Ma 
schinen auch mit Lohnmüllerei beschäftigten. 
Neben diesen beiden Betriebsformen findet sich in einigen 
Gegenden des Staates, so besonders in den Provinzen Sachsen, 
Rheinland und Westfalen, auch bereits Handelsmüllerei, wobei 
häufig ein Teil der Erzeugnisse ins Ausland exportiert wurde. 
Die Technik ist noch durchaus handwerksmäßig und hat 
sich während der letzten drei Jahrhunderte nur wenig verbessert. 
Die Schuld an diesem Stillstände ist in erster Linie den veralteten 
wirtschaftlichen Zuständen zuzuschreiben, und ist hier haupt 
sächlich das Mühlenregal hervorzuheben, welches eine allge- 
I7 ) Vgl. die Terminologie in Bücher, „Die Entstehung der Volks 
wirtschaft“. Tübingen 1898. S. 142.
	        

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Die Deutsche Ölmüllerei. Druck von Oscar Brandstetter, 1913.
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