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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

3. Der Einfluß der fortschreitenden Technik. 
93 
stellt haben. Auf einer mindestens teilweise noch höheren Stufe 
technischer Vollendung scheinen die Ölmühlen in den Provinzen 
Sachsen, Brandenburg und Pommern zu stehen, welche häufig 
Raps aus Schlesien beziehen und das daraus gewonnene öl 
wieder nach Schlesien verkaufen. Dies dürfte sich jedoch wahr 
scheinlich schon in den nächsten Jahren ändern und dann Rüböl 
einen Ausfuhrartikel in Schlesien bilden.“ 
In ihrem erstenjahresberichte schreibt dieH andels- 
kammerNeuß 1861: „Die Ölindustrie, bereits im 18. Jahrhun 
dert in Neuß betrieben, entwickelte sich langsam aber stetig 
unter preußischer Herrschaft und nahm insbesondere einen ver 
mehrten Aufschwung als die hydraulische Presse (zuerst 1828) 
eingeführt wurde. Heute (1861) sind hier 10 Ölmühlen in Be 
trieb, 6 mit Dampf-, 4 mit Wasserkraft; bei voller Tätigkeit ver 
arbeiten sie täglich ca. 3000 Scheffel Ölsaaten (gleich 111000 kg).“ 
Deutlich geht der Sieg der hydraulischen Presse und der 
Übergang zum Fabrikbetrieb aus Viebahns „Statistik des 
zollvereinten und nördlichen Deutschlands“ hervor. 
Hier heißt es 1868 21 ): „Die Zahl der alten kleinen Ölschläge 
reien, die die Erzeugnisse ihrer nächsten Umgebung an Raps, 
Rübsen, Mohn- und Leinsamen für den Hausbedarf verarbei 
teten und mit Mahl- oder Sägemühlen verbunden waren, hat 
sich vermindert; die Ölfrüchte sind mehr Gegenstand des Groß 
handels geworden. Große Ölfabriken mit vollkommeneren Kon 
struktionen, häufig mit Ölraffinerien verbunden, haben sich ver 
mehrt und ihren Betrieb ausgedehnt. Befinden sich unter den 
3755 im Jahre 1861 in Preußen gezählten Ölmühlen auch noch 
manche kleine Ölmühlen, Handölpressen und Palmölbleichen, 
so sind doch die Mehrzahl größere für den Handelsverkehr ar 
beitende Geschäfte. Der Personalbestand ist bei den alten mit 
Kornmühlen verbundenen Ölgängen gering, bei der neueren 
Massenproduktion und den großen Fabriken für Handelsöl er 
heblich. Auf zehn Ölmühlen entfallen in Preußen im Durch 
schnitt zwanzig Arbeiter. Namentlich die in der Nähe der großen 
Handelsplätze errichteten Fabriken, die sich auf dem Handels 
wege mit beliebigen Saatmengen versehen können, dehnen ihren 
Betrieb zu großem Personal aus.“ 
Es dürfte sich wohl erübrigen, nochmals im einzelnen auf 
*i) Berlin 1858/68. III. Bd., 1868, S. 805 ff.
	        

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Die Deutsche Ölmüllerei. Druck von Oscar Brandstetter, 1913.
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