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Grundzüge des positiven Völkerrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge des positiven Völkerrechts

Monograph

Identifikator:
1024339858
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61868
Document type:
Monograph
Author:
Strupp, Karl http://d-nb.info/gnd/117677515
Title:
Grundzüge des positiven Völkerrechts
Place of publication:
Bonn
Publisher:
Ludwig Röhrscheid Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 251 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundzüge des positiven Völkerrechts
  • Title page
  • Contents

Full text

Die Rechtslage vor dem Weltkrieg. 
173 
jedoch dann, wenn eine Lizenz zum Handel und Verkehr erteilt war, 
ferner für Verträge von Kriegsgefangenen, wenn ein Vertrag im 
im Notstand abgeschlossen worden ist, und wenn der Vertrag darauf 
abzielt, den englischen Streitkräften eine Utrterstutzung zu bringen. 
b) Eine Änderung im Recht schien Art. 23h der Haager Landkriegs 
ordnung vom 18. Oktober 1907 heraufzuführen. Wenn dieser in Ver 
bindung mit Art. 23 Abs. 1 der Haager Landkriegsordnung bestimmt: 
„Abgesehen von den durch Sonderabkommen aufgestellten Verboten, 
ist namentlich untersagt ..., die Aufhebung oder zeitweilige Außer 
kraftsetzung der Rechte und Forderungen von Angehörigen der Gegen 
partei oder die Ausschließung ihrer Klagbarkeit", so war man berechtigt, 
da England und die Union das Abkommen betr. die Gesetze und Ge 
bräuche des Landkrieges ratifiziert haben, hierin die Preisgabe einer 
veralteten Anschauung zu erblicken. Es war dem amerikanischen 
General Davis vorbehalten, dem Art. 23h eine Auslegung zu geben, 
an die bei seiner Schaffung niemand gedacht hat. Nach ihm — und 
ihm folgten die englische und die amerikanische Regierung, wie von 
der Fachwissenschaft namentlich Oppenheim — soll Art. 23h nur eine 
Instruktion an die Befehlshaber der Landarmeen darstellen, die 
lediglich die militärischen Befehlshaber hindern solle, die Annahme 
von Beschwerden über irgendwelche Verletzungen der Regeln des 
Kriegsrechts durch Angehörige seiner Truppen abzulehnen. 
Abgesehen von sonstigen rechtlichen Einwendungen schwerwiegender 
Natur widerlegt sich die anglo-amerikanische Auffassung von Art. 23h 
namentlich durch die Entstehungsgeschichte. Aus ihr ergibt sich mit 
aller Deutlichkeit, daß Art. 23h nach der Meinung der deutschen 
Antragsteller die Beseitigung der anglo-amerikanischen Rechtsauf 
fassung bezweckte. 
c) Im Weltkrieg konnte, was ganz allgemein übersehen worden 
ist, Art. 23 h um dessentwillen jedenfalls von den Staaten nicht 
als geltendes Recht behandelt werden, die, wie Deutschland, we 
gen der Allbeteiligungsklausel (s. oben S. 166) die Gültigkeit der 
Haager Landkriegsordnung in der Fassung von 1907 (erst damals 
ist Art. 23h aufgenommen worden) überhaupt geleugnet haben. 
Gleichwohl hat sich die englische Gerichtspraxis mit ihm beschäftigt 
und zwar hat der englische Court of Appeal in einer Entscheidung vom 
19. Januar 1915 im Falle Porter v. Freudenberg sich auf den Stand 
punkt gestellt, den das englische Auswärtige Amt 1911 vertreten hatte.
	        

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Das Problem Der Wirtschaftsdemokratie. Industrie-Verl., 1929.
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