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Grundzüge des positiven Völkerrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge des positiven Völkerrechts

Monograph

Identifikator:
1024339858
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61868
Document type:
Monograph
Author:
Strupp, Karl http://d-nb.info/gnd/117677515
Title:
Grundzüge des positiven Völkerrechts
Place of publication:
Bonn
Publisher:
Ludwig Röhrscheid Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 251 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundzüge des positiven Völkerrechts
  • Title page
  • Contents

Full text

Geschichte des Seekriegsrechts. 
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so hat England auch bei der Konterbande, und zwar feit 1756, die Lehre 
von der fortgesetzten Reise entwickelt, indem es neutrale Schiffe, die 
Konterbande führten, der Wegnahme unterwarf, soweit diese Gegen 
stände in der Weise nach neutralen Häfen gebracht wurden, daß sie 
von bort aus nach dem Feindesland weiter transportiert werden sollten. 
II. Das Zeitalter der bewaffneten Neutralitäten und der 
Kontinentalsperre. 
Englische Übergriffe haben im Jahre 1780 die Kaiserin Katharina II. 
von Rußland dahin geführt, mit den nordischen Seestaaten und Preu 
ßen sowie weiteren Staaten zum Schutze der neutralen Interessen 
einen Bund abzuschließen, dem die sogenannten fünf Sätze der be 
waffneten Neutralität zugrunde gelegt worden sind. Diese lauten: 
1. daß die neutralen Schiffe ungehindert von Hafen zu Hafen und an 
den Küsten der kriegführenden Staaten entlang fahren dürfen, 2. frei 
Schiff, frei Gut, 3. für Konterbande ist Art. X, XI des britisch-russi 
schen Handelsvertrages von 1766 maßgebend, 4. daß ein Hafen nur 
dann als blockiert gelten solle, wenn infolge von Vorkehrungen der den 
Hafen mit nahe genug herangeführten und dort stationierten Schiffen 
attackierenden Macht die Einfahrt mit augenscheinlicher Gefahr ver 
bunden ist, 5. daß diese Grundsätze in den Prozessen und Urteilen über 
die Legalität der Prisen zur Anwendung kommen sollten. 
Aus der gleichen Zeit verdient Hervorhebung der preußisch-ameri 
kanische Vertrag von 1785, der ausdrücklich das Seebeuterecht ausschloß, 
sowie der fortschrittliche Satz des preußischen Allgemeinen Landrechts: 
frei Schiff, frei Gut, unfrei Schiff, frei Gut. Die napoleonischeu Kriege 
bedeuten für das Seekriegsrecht, das ja ohnehin erst sehr schwache 
Blüten getrieben hatte, eine Periode schwerster Krisis. Nachdem Eng 
land 1806 alle Häfen von Brest bis zur Elbe im Blockadezustand erklärt 
hatte, antwortete Napoleon darauf in seinem berühmten Berliner 
Erlaß vom 21. November 1806 mit der Verhängung des Blockade- 
zustandes über die britischen Inseln; jeder Handel und jeder Korre 
spondenz mit diesen Ländern wurde verboten, Briefe oder Pakete an 
einen Engländer oder nur in englischer Sprache geschrieben, wurden 
konfisziert, desgleichen alle englischen Waren weggenommen, alle 
Engländer im französischen Machtbereich zu französischen Kriegs 
gefangenen erklärt. Entsprechend reagierte England 1807 durch die 
Blockade sämtlicher Häfen Frankreichs und feiner Kolonien, sowie der
	        

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Grundzüge Des Positiven Völkerrechts. Ludwig Röhrscheid Verlag, 1921.
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