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Grundzüge des positiven Völkerrechts

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Bibliographic data

Object: Grundzüge des positiven Völkerrechts

Monograph

Identifikator:
1024339858
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61868
Document type:
Monograph
Author:
Strupp, Karl http://d-nb.info/gnd/117677515
Title:
Grundzüge des positiven Völkerrechts
Place of publication:
Bonn
Publisher:
Ludwig Röhrscheid Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 251 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundzüge des positiven Völkerrechts
  • Title page
  • Contents

Full text

Vom Wiener Kongreß bis 1856. 15 
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Gegenstand heftiger Streitigkeiten geworden ist und letzten Endes zum 
Krimkrieg geführt hat. 
Wenig ergiebig für das Völkerrecht war die Zeit der französischen 
Revolution, wenngleich diese die Unabhängigkeit der Völker und damit 
einen der wichtigsten Völkerrechtsgrundsätze theoretisch proklamiert 
hatte. Im schärfsten Gegensatz dazu stand der Napoleonische Imperialis 
mus, der erst mit seinem Sturze ein Ende erreicht hat. 
Einen Markstein in der Weiterentwicklung bildet der Wiener Kon 
greß vom Herbst 1814 bis zum Sommer 1815, dessen Niederschlag die 
Wiener Kongreßakte vom 9. Juni 1815 darstellt. Dieses überaus be 
deutsame Dokument enthielt in seinen wichtigsten Bestimmungen die 
Schaffung des Königreichs der Niederlande, des in Personalunion mit 
Rußland stehenden Königreichs Polen, sowie des (1846 von Österreich 
annektierten) Freistaates Krakau unter österreichisch-russisch-preußi 
schem Protektorat, umschrieb die völkerrechtliche Lage Deutschlands 
in einem seiner integrierenden Bestandteile, der deutschen Bundes 
akte, anerkannte die ewige Neutralität der Schweiz, proklamierte die 
Abschaffung des Negerhandels wie die Freiheit der internationalen 
Flüsse, insbesondere des Rheins, und stellte eine 1818 auf dem Aachener 
Kongreß erweiterte Rangordnung der Gesandten auf. 
Wenig später, am 26. September 1815, schlossen dann die Herrscher 
von Preußen, Rußland und Österreich auf Initiative des russischen 
Kaisers Alexander I. die „Heilige Allianz" ab, als Bund zur Siche 
rung der sogenannten rechtsmäßigen Dynastien in den einzelnen 
Staaten (sog Legitimitätsprinzip), auf Grund deren dann die 
Vertragsschließenden, in Durchführung der Beschlüsse der Kongresse 
von Aachen (dem auch Frankreich beigetreten war), Troppau, Laibach 
und Verona (1818—21), zu Gunsten der vertriebenen Herrscher inter 
veniert haben (Österreich 1821 in den italienischen Staaten, Frankreich 
1823 in Spanien). 
England, das schon von Anfang an der Heiligen Allianz mit Ab 
neigung gegenüber gestanden war, trat damals 1822 (unter der 
Ministerschaft Cannings) auch offiziell gegen sie auf, während in der 
amerikanischen Union der Präsident Monroe in seiner berühmt ge 
wordenen Kongreßbotschaft vom 2. Dezember 1823 gegenüber der 
drohenden Einmischung der Allianz zu Ungunsten der seit 1810 von 
Spanien bzw. Portugal abgefallenen mittel- und südamerikanischen 
Staaten die Grundsätze aufstellte, daß Amerika sich nicht in europäische
	        

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Grundzüge Des Positiven Völkerrechts. Ludwig Röhrscheid Verlag, 1921.
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