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Grundzüge des positiven Völkerrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge des positiven Völkerrechts

Monograph

Identifikator:
1024339858
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61868
Document type:
Monograph
Author:
Strupp, Karl http://d-nb.info/gnd/117677515
Title:
Grundzüge des positiven Völkerrechts
Place of publication:
Bonn
Publisher:
Ludwig Röhrscheid Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 251 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundzüge des positiven Völkerrechts
  • Title page
  • Contents

Full text

1899—1914. 
27 
1912 Tripolis und die Cyrenaika an Italien brachte, gezeigt, daß 
Italien von der Entente nicht mehr als Gegner angesehen wurde. 
Der erste und zweite Balkankrieg, der erste geführt vom Balkan 
bund unter russischer Ägide, das heißt, von Montenegro, Serbien und 
Bulgarien gegen die Türkei und dann der zweite zwischen Bulgarien 
mit seinen ehemaligen Verbündeten, denen sich Rumänien zugesellte, 
hatte eher, trotz häufiger Differenzen, die auf der Londoner Kon 
ferenz tagenden Großmächte einander näher gebracht; England ver 
trat hier im'wesentlichen seinen alten Balkanstandpunkt, gegen den 
Rußland nicht bewaffnet anzutreten wagte. Der Friede von London 
am 30. Mai 1913, die verschiedenen Einzelfriedensschlüsse der Balkan 
staaten mit der Türkei und der Friede von Bukarest zwischen Bul 
garien und seinen Gegnern int zweiten Balkankrieg brachten im wesent 
lichen die Verdrängung der Türkei aus Europa, daneben eine Ver 
schärfung, des bulgarisch-rumänischen Gegensatzes durch die Abtretung 
bulgarischer Gebietsteile an seinen nördlichen Nachbarn. Die Er 
bitterung Bulgariens hierüber, wie über die Abtretungen an Griechen 
land und Serbien haben seine Parteinahme für Deutschland und seine 
Verbündeten im Weltkrieg psychologisch erst möglich gemacht. Der 
Weltkrieg selbst ist dann im Anschluß an die Ermordung des öster 
reichischen Thronfolgerpaares in Serajewo am 28. Juni 1914 und die 
daran anschließende Demarche Österreich-Ungarns in Belgrad, das 
Eintreten Rußlands für Serbien, die entschiedene Parteinahme Frank 
reichs für Mßland und das laue Verhalten Englands, das es unterließ, 
den Kriegswillen an der Sängerbrücke und am Quai d'Orsay zu 
bremsen, zum Ausbruch gekommen. Im Verlauf dieses Krieges haben 
sich dann nach und nach alle Großmächte und ein beträchtlicher Teil 
weiterer Staaten (insgesamt 27) zum Bunde gegen Deutschland, 
Österreich-Ungarn und die 1914 bzw. 1915 an seine Seite getretenen 
Staaten Türkei und Bulgarien zusammengeschlossen, von ihnen Italien 
in der Hoffnung auf den Erwerb ihm im Londoner Vertrag vom 
26. April 1915 zugesicherter umfassender Gebietsvergrößerung, die 
Vereinigten Staaten von Amerika veranlaßt teils durch wirtschaft 
liche, teils durch andere Erwägungen, die mit dem Il-Bootkrieg zu 
sammen hingen. Das japanische Vorgehen mag sich nicht zum ge 
ringen Teil durch das bedauerliche Verhalten Deutschlands im Jahre 
1895 erklären, das damals ohne Grund mitgeholfen hatte, Japan der 
Früchte seines Sieges teilweise zu berauben. Der Weltkrieg hat trotz
	        

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Grundzüge Des Positiven Völkerrechts. Ludwig Röhrscheid Verlag, 1921.
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