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Grundzüge des positiven Völkerrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge des positiven Völkerrechts

Monograph

Identifikator:
1024339858
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61868
Document type:
Monograph
Author:
Strupp, Karl http://d-nb.info/gnd/117677515
Title:
Grundzüge des positiven Völkerrechts
Place of publication:
Bonn
Publisher:
Ludwig Röhrscheid Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 251 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundzüge des positiven Völkerrechts
  • Title page
  • Contents

Full text

77 
Hohe See — Begriff. 
hohen See mit Ausschluß der Küstengewässer und derjenigen meer 
artigen Bildungen, die nicht den Regeln der hohen See unterstehen, 
ist verhältnisnräßig neuen Datums. Aber er gilt, wenn auch — z. B. 
neuestens von Stier-Somlo — bestritten, in Theorie und Praxis unan 
gefochten. Freilich hat es lange gedauert, bis er sich zur Anerkennung 
als Satz des universellen Völkerrechts durchgerungen hat. Behauptete 
im Mittelalter Venedig für die Adria, Genua für das Ligurische Meer 
Alleinherrschaft, konnte Portugal Hoheitsrechte über den ganzen 
Indischen Ozean und über den Atlantischen südlich von Marokko, 
Spanien über den Stillen Ozean und den Golf von Mexiko auf Grund 
einer Bulle des Papstes Alexander VI. in Anspruch nehmen, so hat 
trotz seiner liberalen Anschauung unter der Königin Elisabeth, England 
Sonderrechte über die Gewässer um England, namentlich über die 
Nordsee und den Atlantischen Ozean vom Nordkap bis zum Kap von 
Finisterre in Anspmch genommen. Die äußere Form hierfür war es, 
wenn von Seiten des britischen Reiches noch zu Beginn des 19. Jahr 
hunderts von diese Seegebiete durchfahrenden Schiffen Senken der 
Flagge verlangt wurde. 
Zunächst ist es die Wissenschaft gewesen, die gegen das Prinzip von 
den geschlossenen Meeren Sturm gelaufen ist. Im Jahre 1609 ver 
öffentlichte Hugo Grotius eine kleine Schrift „Mare liberum“, die 
ein Kapitel seines umfassenderen Werkes „De jure praedae“ darstellt, 
in der er sich zugunsten seiner holländischen Heimat dafür einsetzte, daß 
die See in keines Staates Eigentum stehen könne, weil sie nicht 
okkupationsfähig sei, und daß sie infolgedessen unter keines Staates 
Gewalt stehen könne. Trotz des großen Aufsehens, das diese Schrift 
erregt hat, gegen die zahlreiche Autoren, namentlich der Engländer 
Seiden (mare clausum 1635) in Streitschriften vorgegangen sind, ist 
theoretisch der Sieg des Seefreiheitsprinzips erst mit dem Erscheinen 
des Buches des Holländers van Bhnkecshoek „De dominio maris“ 
(1702) entschieden gewesen. In einem Streit mit Rußland im Jahre 
1821 hat sich gerade England dazu bekannt. 
II. Begriff und Inhalt. Hohe See bezeichnet alle die 
jenigen Meere und Meeresteile, die nicht den oben (§ 10, 
Abs. Ilb) erwähnten Regeln unterfallen. Die hohe See ist frei, 
besagt, daß sie keiner Staatsgewalt unterworfen sein kann, und daß 
also insbesondere kein Staat berechtigt ist, über die hohe See als solche 
Hoheitsrechte auszuüben. Der Satz beinhaltet nicht, daß auf der hohen
	        

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Mittheilungen Aus Der Geschäfts- Und Sterblichkeits-Statistik Der Lebensversicherungsbank Für Deutschland Zu Gotha Für Die Fünfzig Jahre von 1829 - 1878. Böhlau, 1880.
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