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Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1024656551
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-49829
Document type:
Monograph
Title:
Der Wirtschaftskrieg
Edition:
Zweite, nach dem Stande vom 31. Juli 1915 ergänzte Auflage
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (II, 171, V Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
XI. Britisches Reich
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

230 
III. Oer Kapitalmarkt. 
abwerfen, ohne jedoch darin einen Matzstab für die neue Unternehmung 
zu erblicken, da sich ja diese erst ihren Platz schaffen mutz, erhöhte Acqui- 
sitions- und Grganisationsspesen hat, durch ihren Eintritt in den wirt 
schaftlichen Wettbewerb eventuell eine preis- und Gewinnreduktion her 
beiführt. Bei Unternehmungen, die als outsickers bestehenden Kartellen 
gegenüber auftreten, sind die Rosten der ersten Verlustjahre mit ins Nal- 
kül zu ziehen und das Napital für diese Verluste ausreichend schon bei 
der Gründung zu bemessen. Neue, noch unerprobte Unternehmungs 
zweige eignen sich für die Bantfinanzierung nicht. Dieser Standpunkt 
mag engherzig erscheinen, aber wer die zahlreichen Kehlkalkulationen auch 
bei gründlichster Prüfung eines Unternehmens kennt, wird damit über 
einstimmen. 
55. Das Aonsortialgeschäft. 
Auf dem europäischen Nontinent und in den Vereinigten Staaten 
werden weitaus die meisten Neuemissionen durch ein Bankenkonsor- 
tium auf den Markt gebracht. Eine Ausnahme bilden zeitweise nur die 
Renten einiger ganz grotzer Staaten, welche direkt zur Subskription auf 
gelegt werden — aber auch dies geschieht nur in Perioden starker Napital- 
flüssigkeit — ferner die Pfandbriefe, deren verkauf zumeist kommissions 
weiseübernommen wird. In allen übrigenKällen übernimmt ein von einer 
Lank gebildetes Nonsortium die Anleihe oder das Aktienkapital fix, um es 
zu einem höheren Nurse an den Markt zu bringen. Bei der Beurteilung 
des Charakters des Nonsortiums ist der Zeitraum seiner voraussicht 
lichen Dauer von besonderer Wichtigkeit. Das Risiko bei Uebernahme 
von Aktien einer eben umgewandelten oder neugegründeten Gesellschaft, 
die nach deutschem Gesetz erst ein Jahr später auf den Markt kommen kann, 
ist natürlich größer als das Risiko bei Uebernahme einer Anleihe, die 
schon wenige Tage später nach Erledigung der Zulassungsbedingungen 
herausgebracht werden kann. Immerhin ist auch im letzteren Kall das 
Nonsortialgeschäft mit Risiken verbunden, weil der Emissionskurs nur 
schätzungsweise angesetzt werden kann, ein Zrrtum in der Beurteilung 
der Aufnahmefähigkeit des Publikums sehr leicht ist und alle ungünstigen 
Ereignisse in der Zwischenzeit zwischen Abschlutz des Nonsortialgeschäftes 
und Emission der Bank zur Last fallen. Aus diesem Grunde kann man 
es als Gepflogenheit der Nontinentalbanken bezeichnen, bei Nonsortien 
nicht mehr als k0—25% für sich selbst zu nehmen und den Rest abzu 
geben. von dieser Regel wurden gelegentlich in sehr kapitalsflüssigen 
Zeiten Ausnahmen gemacht,' so hat z. B. der Credit Lyonnais für sich
	        

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Le Travail Dans l’Europe Chrétienne Au Moyen Âge (Ve-XVe Siècles). Alcan, 1930.
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