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Der Pommersche Landbund

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Bibliographic data

fullscreen: Der Pommersche Landbund

Monograph

Identifikator:
1024749657
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52880
Document type:
Monograph
Title:
Der Pommersche Landbund
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (72 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Pommersche Landbund
  • Title page
  • Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
  • Material zur Beurteilung der Vorgänge in Pommern
  • Maßregelungen im Pommern
  • Aus der Preußischen Landesversammlung
  • Gegenmaßnahmen der Regierung
  • Schlußbemerkungen

Full text

wenn man mit ihnen verhandelt, und dann gehen dieselben Leute nach 
einigen Tagen hin und denunzieren einen. Das beweist ein Anstandsgefühl, 
für das ich — trotzdem ich nicht die Vorbildung genossen habe, wie angeblich 
jene Leute — kein Verständnis habe. 
Daraufhin ging es dann los in Pommern. Ich kgnn feststellen, daß es 
bis znm Juni-Juli in Pommern ebenso ruhig war, wie anderwärts in 
Deutschland. Dann aber kam die maßlose Hetze gegen den Deutschen Land 
arbeiter-Verband, die Flugblätter, die auch in den 4. Klassewagen der 
Eisenbahn angeklebt waren: „Landarbeiter, Ihr müßt Euer Deputat for 
dern." In einem Flugblatt des Pommerschen Landbundes werden die 
Tarife, die wir abgeschlossen haben, mit den leider viel zu niedrigen Sätzen 
(sehr richtig!), weil die Organsation noch nicht stark genug war, ausge 
schlachtet und nian sagt den Arbeitern: „Seht, wenn Ihr Euer Deputat 
voll bekommt, und könnt die Produkte im Schleichhandel verkaufen, dann 
würdet Ihr 2000 bis 3000 Mk. einnehmen." — 
In der Frage der Deputatlieferung stehen wir auf dem Standpunkt, 
daß den Landarbeitern ein möglichst hohes Deputat gegeben ivird. Aber 
wir haben auch Rücksicht zu nehmen auf unsere Arbeitsbrüder un den 
Städten und aus die allgemeine Volkswirtschaft. Die Christlichen verbrei 
ten heute überall Flugblätter, daß sie dafür gesorgt hätten, daß das Deputat 
für die Landarbeiter frei gegeben wird. In Mecklenburg gibt es laut 
Tarif 52 Zentner Deputat, das ist ein Zentner Getreide pro Woche. Dem 
gegenüber denkt daran, was in den Städten die Arbeiterfamilien an Brot 
bekommen! Wir wissen, daß die Landarbeiter ihr Deputat nicht alles selbst 
verzehren wollen. Sie wollen ihre Viehzucht hochbringen. Es wird auch 
eine Verordnung herauskommen, wonach den Landarbeitern mehr Deputat 
gegeben werden 'kann. Aber so voll und ganz kann man diese Forderungen 
auf völlige Freigabe nicht vertreten. (Zuruf: Das wollen die Landarbei- 
astch gar Nicht!) Ich will nur sagen, daß man den Landarbeitern in Flug 
blättern vorredet: „Seht, wenn Ihr Euer Deputat voll bekommen würdet, 
wenn Ihr sechs Gänse verkaufen könntet, würdet Ihr dafür allein 600 Mk. 
bekommen," und dann heißt es: „Wer hat Euch belogen, zum zweiten und 
dritten Mal belogen? Der Deutsche Landarbeiter-Verband!" Das ist eine 
ganz demagogische Hetze, die auf die allgemeine Volkswirtschaft gar keine 
Rücksicht nimmt, sondern nur den persönlichen Eigennutz aufstachelt. Dann 
heisst es weiter: „Wir fragen weiter, wo bleibt der Landarbeiter-Verband, 
lvarum nimmt er uns nicht gegen ehrenrührige Angriffe der Regierung in 
Schutz?" Da wird der Genosse Braun ausgespielt gegen Robert Schmidt, 
weil'beide in der Frage verschiedener Ansicht sind. Dann heißt es weiter: 
„Wo bleibt der Landarbeiter-Verband? Um die Erhöhung des Tagelohnes 
um 50 Pf. und 1 Mark, da hat er ein Wesen genmcht, als sei der grösste Sieg 
erfochten. Aber in der Deputatfrage dürfe er aus Sorge für die städtische 
Arbeiterschaft nichts tun. Wir aber, wir holen Euch das ganze Deputat 
heraus" wird im Flugblatt geschloffen. 
Dann haben im Juli in Pommern Haussuchungen stattgefunden in der 
Landwirtschaftskammcr in Stettin und in anderen Städten. Ich Muß be 
dauern, daß damals nicht von der Regierung mit Entschiedenheit zuge 
griffen wurde, wie das notwendig.gewesen wäre. Wenn ich diesen Vor 
wurf erhebe, so will ich nicht, daß die heutige! Konferenz dazu ausarten soll, 
die Regierung herunter zu machen, daß sie nichts getan habe. Was wir 
heute wollen, ist in, wesentlichen Material zusammentragen und daran zu 
denken, was wir in Zukunft zu tun haben. Ich will aber nicht unterlassen, 
hier zu sagen, daß die Regierung damals bte: Gefahr, vor der sie stand.
	        

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Régime Des Chambres de Commerce. Libr.-impr. réunies, 1894.
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