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Der Pommersche Landbund

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Bibliographic data

fullscreen: Der Pommersche Landbund

Monograph

Identifikator:
1024749657
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52880
Document type:
Monograph
Title:
Der Pommersche Landbund
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (72 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Pommersche Landbund
  • Title page
  • Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
  • Material zur Beurteilung der Vorgänge in Pommern
  • Maßregelungen im Pommern
  • Aus der Preußischen Landesversammlung
  • Gegenmaßnahmen der Regierung
  • Schlußbemerkungen

Full text

' 
nicht ernst genug genommen hat. (Zuruf: Heute noch!) Das inag auch 
heute noch zutreffen. Darum haben wir die Regierung versucht, zu dieser 
Konferenz Vertreter zu entsenden, damit sie hört, was die Kollegen selbst 
dazu sagen. Es ist damals festgestellt, welche Verbindung zwischen dem 
Militär und dem Pommerschen Landbund besteht; das Material liegt der 
Regierung vor. 
Von Wangenheim setzte seinen Sohn in die Landwirtschaftskammer in 
Stettin als Generaldirektor. In dieser Landwirtschaftskammer in Pommern 
wurde eine skrupellose Agitation gegen die Regierung betrieben. (Zuruf: 
Heute noch!) Ich nehme es einer Oppositionspartei, wie den Deutsch-Natio 
nalen, nicht übel, wenn sie Opposition treibt, aber wir verlangen von der 
heutigen Regierung, daß diese Leute mit demselben Maße gemessen werden, 
das sie früher gegen Andersdenkende anlegten. Früher durfte in Preußen- 
Deutschland kein Nachtwächter seinen Posten behalten, wenn er Sozial 
demokrat war. Auch heute dürfen amtliche Institutionen nicht dazu verwandt 
werden, um die Regierung zu stürzen. 
Dann komme ich zuni Streik im Kreise Franzburg im Sommer. Wenn 
irgendwo ohne Zutun der Arbeiter ein Generalstreik ausbrach, so in diesem 
Falle. Es ist aktenmäßig festgestellt, von wo die Treibereien ausgingen. 
Ich behaupte heute mit voller Ueberlegung. daß diese Aktion aus zweierlei 
Gründen betrieben wurde! Einmal wollte man beweisen, daß die Land 
arbeiter nicht reis seien für das freie Koalitionsrecht; man wollte ihnen die 
Rechte nehmen. Und zum andern sollte damals in der Zeit der politischen 
Hochspannung in der äußeren Politik diese Differenzen benutzt werden, um 
die Gegenrevolution in Deutschland vorzubereiten. Es ist der Arbeiter 
schaft Vorpommerns zu verdanken, daß diese Pläne nicht zur Ausführung 
gekommen sind. Es war ein Glück, daß ein Vertreter unserer Organisation 
in der Preußischen Landesversammlung war. Es ist mir und dem Land- 
wirtschaftsminister Kollegen Braun gelungen, diese Hetze niederzuschlagen. 
Ich kam von den Tarifverhandlungen in Stralsund und las am Abend hier 
in der Presse die fette Urbcrschrift: „Generalstreik in Pommern". Es 
wurde geflissentlich der Schwindel verbreitet: Seht, nun fangen.auch die 
Landarbeiter an! Als ich nach meiner Wohnung fuhr, sprach in der Bahn 
alles davon: Nun fangen die Landarbeiter auch noch an, nun werden wir 
ja wohl verhungern. Es ist uns dann gelungen, diese Treibereien zu un 
terbinden und deshalb der Haß gegen den Verband! 
Es kam dann die Hetze in Neustettin unter Führung des Herrn von 
Hcrzberg-Lottin, wo die Besitzer auch heute noch nicht so weit sind, daß sie 
Tarife abschließen wollen. Die Antwort war die Verordnung des Laud- 
wirtschaftsministers vom 2. September 1919, wodurch die Besitzer gezwun 
gen werden sollten, die tariflichen Löhne zu zahlen, die durch "die Schlich- 
tnngsausschüsse festgesetzt wurden. Dieses Vorgehen verschärfte natürlich 
wieder den Kampf gegen den Minister Braun. Jede Maßnahme wurdr 
eben bekämpft, durch die die Regierung versucht hat, Ordnung zu schaffen. 
Wer sind denn diese Leute wie Herzbcrg-Lottin, der sich heute noch 
Königlicher Landrat nennt? Das ist derselbe Herzberg-Lottin, der nach der 
Reichstagswahl 1912. ftincn Arbeitern befohlen hat, die Gutskutsche zu 
grüßen, ganz egal, ob jemand drin sitzt oder nicht. Das sind die Leute, 
die heute noch den Ton angeben. Demgegenüber sage ich: Wenn wir 
in Deutschland schon den Belagerungszustand haben, und Leute von der 
Linken ins Loch stecken, d a n n soll m a n a n ch s o l ch e Leut e. 
m a l ne h m e n. (Lebhafte Zustimmung.) Ich bin fest überzeugt, wenn 
man den Junkern gegenüber energisch zufaßt, dann w e r d e n 
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Der Pommersche Landbund. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
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