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Der Pommersche Landbund

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Bibliographic data

fullscreen: Der Pommersche Landbund

Monograph

Identifikator:
1024749657
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52880
Document type:
Monograph
Title:
Der Pommersche Landbund
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (72 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Pommersche Landbund
  • Title page
  • Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
  • Material zur Beurteilung der Vorgänge in Pommern
  • Maßregelungen im Pommern
  • Aus der Preußischen Landesversammlung
  • Gegenmaßnahmen der Regierung
  • Schlußbemerkungen

Full text

32 
«mT 
mir nicht sehr praktisch, weil wir unter einem einheitlichen Lohngebiet mit 
Ausnahme von Rügen stehen. Es wäre wohl besser, wenn die beiden Gau 
beamten in einem Büro sitzen. 
Die Materialsammlung ist sehr notwendig. Auch in der Beziehung 
wäre eine männliche Hilfskraft zweckmäßiger. Bedauerlich ist es, baß die 
Arbeiterausschüsse nicht eng genug mit den Schlichtungsausschüssen in Füh 
lung stehen. Manche unserer Aeußerungen werden durch den Denkapparat 
der Landarbeiter wesentlich verschärft und anders aufgefaßt, was uns sehr 
gefährlich werden kann. Der § 14 der Verordnung vom 3. September 
hätte in unserem „Landarbeiter" näher erläutert werden müssen. Ein 
Kollege hat von den Arbeitersekretariaten gesprochen. Ich weise daraus 
hin, daß bei unserer jungen Organisation eine Gefahr besteht. Die Kollegen 
sind in die Gesetzgebungsmaterie nicht genügend eingeweiht. Bekommen 
sic bei uns keinen Rat, dann laufen sie zum Arbeitersekretär, der vielleicht 
die Sache anders anfaßt. Dann sind wir unten durch. 
Schwarz- Stettin: Uns in der Gauleitung freut es, wenn wir ein klei 
neres Arbeitsgebiet gekommen. Aber von der Zentrale hat man gewöhnlich die 
besten Bahnverbindungen, und man muß auch in ständiger Verbindung 
mit dem Regierungspräsidenten bleiben. Darum ist es notwendig, daß 
auch Sparsamkeitsgründe beachtet werden. Die Kreise sind nicht zu groß, 
die einzelnen Kollegen kommen aber mit zu viel Wünschen. Wenn in kleineren 
Städten Schlichtungsausschüsse errichtet werden, dann kann das eine Gefahr 
werden, wenn die Ausschüsse nicht anders besetzt werden. In Labes war der 
Vorsitzende des Schlichtungsausschusses der Ansicht, wir wollten nur den 
Amtsgerichten das Recht wegnehmen. Die Beamten in den Ausschüssen 
werden viel zu sehr beeinflußt von den Unternehmern. Die Leute müssen noch 
viel erzogen werden. 
R o s i n - Schlawe^Ich stimme dem Vorredner nicht ganz zu. Die Or 
ganisation ist nur dadurch so stark geworden, daß wir im Frühjahr etwas 
erreicht haben. Wir werden den Verband stärken, wenn wir auch im 
nächsten Frühjahr wieder - etwas mehr erreichen. Der Kreis- Schlawc ist 
außerordentlich groß und kann kaum von einer Stelle bearbeitet werden. 
Jetzt treibt dort der Christliche Verband starke Agitation, und er rängt 
viele Kollegen ein, weil sie gar nicht wissen, daß der Zentralverband ein 
christlicher ist. Unsere Vertrauensleute müssen besser informiert werden. 
Dadurch, -daß die Leute in die Wohnungen der Vertrauensleute kamen, 
haben wir erst ihr Vertrauen erworben. 
H o f m a n n- Randow: Die jetzigen Gauleiter können ihre Gaue ganz 
gut allein leiten; aber es wäre gut, wenn sie zwei Hilfsgauleiter bekommen, 
von denen einer die Presse mit bearbeitet. Nur wer ständig in Fühlung 
mit den Kollegen im Lande ist, wird die Presse zweckmäßig bearbeiten 
können. Auf den Gauleiter sehen die Kollegen wie auf den Herrgott. 
Würden wir einen zweiten Gauleiter einsetzen, dann verliert der Gauleiter 
an Ansehen. 
E i s e r m a n n - Köslin: Rosin kann ich nicht ganz zustimmen. Auf. 
Moinenterfolge kann sich keine Organisation aufbauen. Dauernd können wir 
nicht solche Erfolge erzielen. Die Organisation ist sehr in die Breite gewachsen. 
Wir haben alle Ursache, jetzt mehr in die Tiefe zu gehen. Einzelne Kreise 
sind viel zu groß für einen Vertrauensmann; aber der Vertrauensmann 
muß mit aller Kraft die organisierten Kollegen schulen und aufklären. Wir 
müssen den Kollegen sagen, daß wir nicht endlos mit immer neuen Forde- - 
ruugen kommen können. Der Egoismus der Landarbeiter ist vielfach un 
gesund, und wir müssen mehr für idealistische Ziele eintreten.
	        

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Der Pommersche Landbund. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
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