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Der Wald und seine Arbeiter

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wald und seine Arbeiter

Monograph

Identifikator:
1024751406
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52899
Document type:
Monograph
Title:
Der Wald und seine Arbeiter
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Bedeutung der Forsten im Wirtschaftsleben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wald und seine Arbeiter
  • Title page
  • Contents
  • Aus der Geschichte des Waldes
  • Die Bedeutung der Forsten im Wirtschaftsleben
  • Das Organisationsverhältnis vor und nach dem Kriege
  • Die Lohn- und Arbeitsbedingungen vor und nach dem Kriege
  • Die jetzigen Tariflöhne
  • Arbeitszeit, Zuschläge für Ueberstunden und Sonntagsarbeit

Full text

10 
Die Oberförsterei Rücot und Stenschow gehört dem Großherzog von Sachsen, 
sie brachten 1909 116 031 Mk. Einnahmen, Ausgaben 56 000 Mk.; also reiner 
Gewinn 60031 Mk. oder über 100 Prozent. 
Gräfin .von der Schulenburg, Filehne, nahm aus ihren Waldungen ein 
329 000 Mk., Ausgaben 120000 Mk., bleibt ein Ueberfchuß von 209000 Mk. 
Wir wollen nicht ungerecht sein und etwa nur oft- und westpreußischen 
und posenschtzn Forstbesitzern in die Geldbeutel sehen, schauen wir einmal zu, 
was aus Brandenburger Privatforsten für Goldströme fließen. Nur zwei be 
liebig herausgegriffene Beispiele: 
Graf v. d. Schulenburg (Lieberose) nahm 1909 aus seinen Forsten 297 000 
Mark ein, auszugeben hatte er dafür 111000 Mk., es blieb ihm also ein 
„geringer" Ueberfchuß von 186000 Mk. 
Die von Waldow und Reitzenstein (Königswalde) nahmen aus ihren Wal 
dungen für ?37 000 Mk. Wert heraus, hineinzustecken hatten sie 90000 Mk., 
es verblieb also ein Gewinn von „nur" .247000 Mk. Für die „erdrückende" 
Arbeiterversicherung mußten — erschrick nicht, lieber Forstarbeiter — 732 Mk. 
ausgegeben werden! 
In Schlesien ist es ebenso, auch in Schleswig-Holstein. 'In Westfalen, in 
Hessen-Nassau und sonst überall sieht es nicht anders aus. 
Die Forstwirtschaft wird entweder für sich allein oder in Gemeinschaft mit 
der Landwirtschaft belrieben. In Preußen waren im Jahre 1907 460605 Be 
triebe, die in Gemeinschaft mit der Landwirtschaft betrieben wurden. 9552 Be 
triebe waren reine Forstbetriebe. 
Bon diesen 460207 Betrieben waren 450 326 Privat- und Stiftungsforsten, 
1050 Staats- und Kronforsien und 8831 Gemeindeforsten. 
Die große Zahl der Kleinbetriebe ist auffallend. Bon den gesamten 460207 
Forstbetrieben in Preußen waren 405094 Kleinbetriebe mit einer forstwirt 
schaftlich benutzten Fläche von unter 1 Hektar bis zu 10 Hektar. Bon diesen 
befinden sich im Privatbesitz 402113 Betriebe. 84 Betriebe waren Staats 
und Kronforsten und 2897 Betriebe waren im Besitz von Gemeinden. 
Die Betriebe mit Forstbesitz in Preußen nach der Größe 
im Jahre 1907: 
Privat- 
und 
Staats- und 
Gemeinde- 
Größenzahl nach der 
Stlftungsforsten 
Kronforsten 
forsten 
forstwirtschaftlich 
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Landwirtschaft 
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Unter 1 
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183 302 
840 
182 759 
592 
13 
530 
248 
1 ha 
bis 
2 
ha 
79 547 
578 
79 261 
281 
18 
i 
268 
296 
2 „ 
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tr 
139 319 
1508 
138 662 
558 
48 
4 
609 
946 
10 „ 
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26 075 
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25 820 
268 
28 
9 
227 
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20 „ 
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100 
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17 435 
2 430 
16 861 
433 
35 
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539 
1978 
100 „ 
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200 
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2 036 
1116 
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200 „ 
500 
1 742 
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34 
239 
745 
500 „ 
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1000 
591 
369 
507 
141 
12 
39 
72 
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1000 „ 
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2000 
n 
267 
245 
199 
84 
36 
94 
32 
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2000 „ 
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5000 
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261 
395 
97 
61 
150 
316 
14 
18 
über 5000 ha. . . 
80 
123 
29 
23 
48 
96 
3 
4 
450 655 
9 552 
447 464 
2 862 
412 
638 
2 779 
6 052 
460 207 
450 326 
1 050 
8 831 
Der Wald bringt, wenn er als Großbetrieb bewirtschaftet wird, die höchsten 
Erträge. Infolge des Bestehens der vielen Kleinbetriebe kann man mit Recht 
sagen, daß die Bewirtschaftung der deutschen Waldungen nicht vorteilhaft ini
	        

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