Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Wald und seine Arbeiter

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Wald und seine Arbeiter

Monograph

Identifikator:
1024751406
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52899
Document type:
Monograph
Title:
Der Wald und seine Arbeiter
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Aus der Geschichte des Waldes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wald und seine Arbeiter
  • Title page
  • Contents
  • Aus der Geschichte des Waldes
  • Die Bedeutung der Forsten im Wirtschaftsleben
  • Das Organisationsverhältnis vor und nach dem Kriege
  • Die Lohn- und Arbeitsbedingungen vor und nach dem Kriege
  • Die jetzigen Tariflöhne
  • Arbeitszeit, Zuschläge für Ueberstunden und Sonntagsarbeit

Full text

Aus der Geschichte des Waldes. 
Deutschland ist immer reich bewaldet gewesen. Eine alte Sage erzählst daß 
die Germanen ans den Bäumen gewachsen seien. Nach einer andern Sage 
sollen die Sachsen mit ihrem ersten König Askanus aus dem Harzfelsen mitten 
im grünen Walde bei einem süßen Springbriinnlein herausgewachsen sein. 
Bon den Römern haben wir die ersten Schilderungen. Cäsar sagst daß mehr 
als 60 Tagereisen notwendig seien, um an das Ende des Waldes zu kommen. 
Auch nach 60 Tagereisen habe niemand sagen können, wo der Wald ende. 
Ueber die Beschaffenheit des Landes schreiben die Rönter in den ersten 
Jahrhunderten der christlichen-Zeitrechnung ganz übereinstimmend als sehr rauh, 
voll schauerlicher Wälder, mit Sümpfen und Mooren bedeckt. „Wer möchte 
Germanien aufsuchen", ruft Tacitus aus, „wo nngestaltet der Boden und rauh 
der Himmel ist. Das Land," sagt er, „obwohl der Boden verschieden, erweckt 
doch im ganzer; durch Wälder und Sümpfe Schrecken und Abscheu." Trotzdem 
muß Deutschland' lange vor der historischen Zeit bewohnt gewesen sein. 1864 
und 1865 entdeckte man am Züricher See, bei Ollnütz in Mähren und am 
Starnberger See bei München, am Badischen Unterste usw. zahlreiche Pfahl 
bauten. Alle diese Entdeckungen beweisen uns, daß hier in früheren Zeiten 
Iägervölker hausten. 
Daß die Germanen nicht in Städten wohnten, ist zur Genüge bekannt. Sie 
litten nicht einmal aneinanderstehende Häuser. Gesondert und einzeln wohnten 
sie, wo etwa eine Quelle oder ein Wald ihnen besonders gefiel, sagt Tacitus. 
Die Germanen bauten auch nicht mit Steinen, Ziegeln usw., sondern mit Holz 
(Blockhäuser). Die Häuser lagen zu alten Zeiten gewiß im Walde, denn die 
rauhe Natur gebot dieses. Nur der Wald konnte genügenden Schutz bieten. 
Heute noch finden wir in den Dörfern mächtige Eichen, auf welche die Dorf 
bewohner stolz sind. 
Die Verteilung der Wälder bei den alten Germanen war wohl so, daß die 
Wälder immer die Grenzen darstellten und schwere Kämpfe gegen jeden Ein 
bruch geführt wurden. Innerhalb der Stämme und der einzelnen Glieder war 
der Wald aber Gemeineigentum. Alle Nutzungen an Wald, Moore und Jagd 
waren gemeinsam. Mit den: Entstehen der Markgenossenschaften wurde der 
größte Teil des Waldes von diesen in Besitz genommen. 
Bis zum Anfang des sechsten Jahrhunderts verteilten die Häuptlinge oder 
Herzöge das Land an die sogenannten Hundertschaften. Diese bewirtschafteten 
das ihnen zugeteilte Land gemeinsam. Es trat hierbei unter den Hundert 
schaften ein häufiger Landwechsel ein. Jedes Jahr wurde das Land verlost, 
so daß schließlich jeder Teil der Reihe nach das ganze Land kennenlernte und 
bearbeitete. Aus diesen Hundertschaften bildeten sich dann später kleinere 
Kreist, die sogenannten Sippen. Diese bebauten das Land immer noch ge 
meinsam, indem zuerst noch ein häufiger Wechsel in den Landlosen stattfand. 
Später wurde dieses Verfahren immer seltener angewandt. Bald saß jede 
Sippe auf einem bestimmten Landlose und schließlich bekam jeder Haushalt 
oder jeder Hof ein gewisses Maß von Land (meist 30 Morgen). 
Diese einzelnen Höfe bildeten in ihrer Gesamtheit die Markgenossenschaft.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Wald Und Seine Arbeiter. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.