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Einführung in die Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1024891038
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-59598
Document type:
Monograph
Author:
Wygodzinski, Willy http://d-nb.info/gnd/117348171
Title:
Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Edition:
Dritte, durchgearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Quelle & Meyer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (149 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Einführung in die Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

9* 
Zinshöhe. 
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verkehr angesehen werden müßte, so wird man in Marokko oder 
Afghanistan recht froh sein, Geld zu diesem Satze zu erhalten. 
Endlich spielt auch noch die besondere objektive Sicher 
heit eine wichtige Rolle, welche für die verschiedenen Darsehns- 
arten sich vielfach abstuft. Als Beispiel hierfür sei die ksypothek 
genannt. Rach unseren: Lsypothekenrecht bürgt ein Grundstück den' 
„ ^Mpothekengläubigern nach der Reihenfolge der Eintragüngen; 
der Inhaber einer ersten Hypothek ist also viel gewisser, im Falle 
der Zwangsversteigerung für seine ganze Forderung Befriedigung 
zu finden als der Inhaber der zweiten oder gar der dritten und 
vierten Hypothek. Daher sind durchwegs die Zinsen einer ersten 
Hypothek niedriger als die einer zweiten oder dritten, und zwar 
berechtigtermaßen. 
Diese Sicherheitsgrade wirken natürlich auf das Angebot von 
vornherein ein; da die meisten Menschen erfreulicherweise ein 
sicheres Einkommen einem etwas höheren unsicheren vorziehen, 
sind erste Hypotheken viel gesuchter als spätere, ganz abgesehen da 
von, daß ein nicht unbeträchtlicher iiei! des. verfügbaren Natio 
nalkapitals (das Kapital öffentlicher Anstalten wie Sparkassen 
sowie das aller Bevormundeten) vom Gesetz auf solche „mündel 
sicheren" Anlagen verwiesen wird. Für die Gesamtentwicklung 
des Zinses ist in erster Linie aber das Verhältnis der ge 
samten nationalen Nachfrage nach Kapital zum 
nationalen Angebot entscheidend. 
Dieses Verhältnis findet einen hinreichend kennzeichnenden 
Ausdruck in den M e ch s e l z i n s s ä tz e n der g r o-ß en Z e n - 
tralbanken. Der Mechänismus bes- modernen Geldmarktes 
'hat hierin seinen Angelpunkt. Diese Zentralbanken, die entweder 
staatlich oder meist nur vom Staat privilegiert und reglementiert 
sind, haben das Äecht der Banknotenausgabe. Das Banknoten- ■ 
. geschäft ist mit dem Darlehnsgeschäft der'Zentralbanken dadurch 
■ eng verknüpft, daß die Banken die Banknoten bei der Diskoii- 
tierung, d. h. dem Kauf von Geschäftswechseln, ausgeben. Da 
die Banken innerhalb bestimmter Grenzen Banknoten nach Be 
lieben ausgeben können, liegt es in ihrer Hand, das umlaufende 
Geldkapital zu vermehren und zu vermindern, je nachdeni sic mehr 
oder weniger Wechsel diskontieren. Je nachdem nun die Zentral 
banken den Diskontsatz, d. h. den Zins, festsetzen, den sie für den 
Ankauf von wechseln beanspruchen, wird auch wieder der all 
gemeine Geschäftszinssatz im Lande höher^ oder niedriaer sein
	        

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Einführung in Die Volkswirtschaftslehre. Verlag von Quelle & Meyer, 1920.
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