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Einführung in die Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1024891038
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-59598
Document type:
Monograph
Author:
Wygodzinski, Willy http://d-nb.info/gnd/117348171
Title:
Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Edition:
Dritte, durchgearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Quelle & Meyer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (149 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Einführung in die Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

72 
Das Kapital 
sie auch gelegentlich vorkommt; die gewerbliche Produktion ist 
zu stark individualisiert und spezialisiert, als daß man es wagen 
dürfte, den kostspieligen Apparat einer Fabrik auf gut Glück und 
in der Hoffnung, einen Pächter zu finden, herzustellen. 
Der Industrielle wird sich also nicht eine Fabrik leihen, son 
dern Kapital, mit dem er sich dieses und andere Produktions 
mittel (Rohstoffe, Arbeit) verschaffen kann; bas gleiche gilt vom 
Handwerker, vom Landwirt zum Zwecke des Gutskaufes oder der 
Beschaffung von Betriebsmitteln, vom Kaufmann. Die Über 
tragung der Verfügungsgewalt über das Kapital erfolgt unter 
der Bedingung eines Entgelts für die vorübergehende Verzicht 
leistung und der weiteren Bedingung späterer Rllckübertragung. 
wir sprechen dann von Kredit. 
Der Kredit ist ein Mittel, Kapital aus den Bänden derer, die 
es ungenutzt liegen lassen, in die Bände solcher zu führen, die 
gewillt und geeignet sind, es als Unternehmer auszunutzen, da 
mit Fabriken zu bauen, Eisen zu schmelzen und Baumwolle zu 
weben. Die Gründe, warum der Eigentümer das Kapital nicht 
selbst produktiv verwertet, können ganz verschiedene sein. Ls ist 
möglich, daß die Kapitalsumme, die dem einzelnen zur Verfügung 
steht, zu klein ist, um produktiv verwendet zu werden, und erst 
mit anderen ähnlich kleinen Summen zusammen zu einem wirt 
schaftlich brauchbaren Umfang anwächst. Oder umgekehrt, es 
besitzt jemand so viel Kapital, daß er es in seinem eigenen Be 
trieb nicht.mehr nutzbar verwenden kann, und es deshalb an 
andere ausleiht; oder endlich der Besitzer des Kapitals mag ein 
fach nicht produzieren, will als Rentner leben. Es kommt auch vor, 
baß er es aus bloßem Mißtrauen gar nicht aus der ffand geben 
und in Unternehmungen stecken will, die er nicht kennt. Er hebt 
es dann in dem Schrank, gar wohl im Strumpf auf und freut sich 
nur, wenn Taler sich an Taler reiht. Dieses tote Kapital — tot, 
weil es nicht arbeitet — kann ganz außerordentlich groß werden. 
Nach einer Schätzung, die vor einigen Jahren veröffentlicht 
wurde, steckten in dem armen Indien etwa noch 6 Milliarden 
Mark in solchen unzugänglichen verstecken, während es für alle 
großen Unternehmungen in Indien, namentlich für Eisenbahnen, 
an Kapital fehlte. Das Kapital ist also da, es muß nur aus 
seinem Schlupfwinkel hervorgeholt werden. Die Kreditwirtschaft 
unserer Tage war nun — und zwar innerhalb eines halben Jahr 
hunderts — so ausgebildet worden, daß wir wohl sagen konnten,
	        

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Einführung in Die Volkswirtschaftslehre. Verlag von Quelle & Meyer, 1920.
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