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Die drei Nationalökonomien

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Bibliographic data

fullscreen: Die drei Nationalökonomien

Monograph

Identifikator:
1025475909
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-42255
Document type:
Monograph
Author:
Liefmann, Robert http://d-nb.info/gnd/118779931
Title:
Die Geldvermehrung im Weltkriege und die Beseitigung ihrer Folgen
Place of publication:
Stuttgartt
Publisher:
Deutsche Verlags-Anstalt
Year of publication:
1918
Scope:
1 Online-Ressource (199 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die drei Nationalökonomien
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Der heutige Zustand der Nationalökonomie
  • Zweiter Teil. Die drei Nationalökonomien
  • Dritter Teil. Die Lehre von der Wirtschaft als Ganzes
  • Schriftstellerverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Full text

75 
haltig. Auch der leiseste Versuch, das „Moralgesetz‘“ inhaltlich zu 
bestimmen, ist zum Scheitern verdammt. 
Alle Evidenz, diese Einsicht hat Kant selber mit unwiderleglichen 
Gründen als richtig nachgewiesen, setzt apriorisches Wissen voraus. 
Die Frage wird also, wenn wir die Evidenz einer Behauptung erweisen 
wollen, die sein: ob der behauptete Satz a priori feststeht. Nun lautet 
die wichtige Stelle, an der Kant die Gesellschaftslehre begründet, 
wie folgt: „Nun sage ich: der Mensch und überhaupt jedes ver- 
nünftige Wesen, existiert als Zweck an sich selbst, nicht bloß als 
Mittel zum beliebigen Gebrauche für diesen oder jenen Willen, son- 
dern muß in allen seinen, sowohl auf sich selbst als auch auf andere 
vernünftige Wesen gerichteten Handlungen jederzeit zugleich als 
Zweck betrachtet werden.‘ 79 
Dieser Satz ist einwandfrei, wenn wir ihn rein formal fassen, das 
heißt in die Bestimmung des „vernünftigen‘“ Wesens die Anforde- 
rungen aufnehmen, die in ihm enthalten sind. 
Er ist ebenso „unwiderlegbar“ (weil gar nicht im Bereiche der 
Widerlegbarkeit befindlich) als sittliche Forderung. Er ist völlig hin- 
fällig, wenn er eine inhaltlich bestimmte a-priori-Behauptung ent- 
halten soll. Denn dann müßte die gemachte Feststellung „eindeutig“ 
sein, das heißt: sein Inhalt dürfte keine andere Möglichkeit zulassen. 
Warum der Mensch „nicht bloß als Mittel zum beliebigen Ge- 
brauche für diesen oder jenen Willen‘ dienen soll (darf? kann?), 
ist nicht einzusehen. Der gläubige Christ wird sogleich anderer Mei- 
nung sein, denn er betrachtet den Menschen als Werkzeug des gött- 
lichen Willens. Und Aristoteles, der doch schließlich auch jemand 
war, war ebenfalls anderer Meinung, wenn er die Sklaverei „a priori““ 
begründete (natürlich ebenso falsch). Noch in neuer Zeit sind er- 
leuchtete Geister für die Wiedereinführung der Sklaverei eingetreten, 
Ich erinnere an Linguet, an Granier de Cassagnac. Das mag 
„empörend‘“ sein, aber „falsch‘“ ist es gewiß nicht. 
Ebensowenig a priori, das heißt evident, ist das jenem Grundsatz 
entsprechende „oberste Gesetz‘, das Kant für das menschliche Ver- 
halten in der Gesellschaft aufstellt: „daß ich auch wollen könne, 
AT 
79 Kant, Metaphysik der Sitten. 2. Abschnitt.
	        

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Die Drei Nationalökonomien. Duncker & Humblot, 1930.
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